Todes-Temperaturen

Studie enthüllt: Juni-Hitzewelle forderte 14.000 Tote

Die extreme Hitzewelle Ende Juni hat laut einer neuen Studie europaweit fast 14.000 Menschen das Leben gekostet.
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28.07.2026, 20:41
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Die Rekordhitze Ende Juni hatte offenbar dramatische Folgen. Laut einer neuen wissenschaftlichen Analyse starben europaweit schätzungsweise 13.975 Menschen an den Folgen der Hitzewelle. Die Studie stammt vom Klimaforscher Christopher W. Callahan von der Indiana University und wurde am 8. Juli als Vorabveröffentlichung präsentiert. Sie wurde noch nicht von unabhängigen Fachleuten im Peer-Review-Verfahren geprüft.

Die Berechnungen beziehen sich auf den Zeitraum von 15. bis 28. Juni. Besonders tödlich war die Woche von 22. bis 28. Juni, als in mehreren Ländern Temperaturen von über 40 Grad gemessen wurden. Nach den Berechnungen entfielen die meisten hitzebedingten Todesfälle auf Deutschland mit 4.011, Frankreich mit 3.588, Italien mit 1.321 und Spanien mit 921 Opfern.

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Über 40 Grad wird es besonders gefährlich

Für seine Analyse nutzte Callahan bereits entwickelte Modelle, die den Zusammenhang zwischen Temperatur und Sterblichkeit in mehr als 900 europäischen Regionen untersuchen. Das Ergebnis: Steigen die Tageshöchsttemperaturen über 40 Grad, erhöht sich die wöchentliche Sterblichkeit um mehr als sechs Prozent gegenüber Tagen mit etwa 25 Grad.

Auffällig ist außerdem: Regionen, die an hohe Temperaturen gewöhnt sind, scheinen bei extremer Hitze keinen entscheidenden Vorteil mehr zu haben. Laut Studie könnte das ein Hinweis darauf sein, dass die Anpassungsfähigkeit des Menschen an extreme Hitze Grenzen hat.

Warnung vor noch mehr Extremhitze

Der Autor sieht den Klimawandel als Hauptursache für die zunehmende Gefahr. Mit jeder zusätzlichen Erwärmung steige auch das Risiko tödlicher Hitzewellen. Deshalb seien deutlich mehr Investitionen in Hitzeschutz und Anpassungsmaßnahmen notwendig, um künftig Menschenleben zu retten.

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