Bale um 100 Millionen Euro zu Real Madrid

Bild: KERIM OKTEN (EPA)

Der Transfer von Gareth Bale von Tottenham Hotspur zu Real Madrid ist seit Sonntagabend fix. Der 24-jährige Mittelfeldspieler aus Wales wechselt für die Weltrekordsumme von rund 100 Millionen Euro zum spanischen Fußball-Rekordmeister. Die Madrilenen haben den Transfer auf ihrer Homepage offiziell bestätigt.

Nach monatelangem Tauziehen ist der teuerste Transfer im Profi-Fußball perfekt. Der walisische Jungstar Gareth Bale wechselt kurz vor Ende der Transferperiode für die (Weltrekord-)Summe von 100 Millionen Euro vom englischen Premier-League-Club Tottenham Hotspur zum spanischen Rekordmeister Real Madrid. "Ich hatte sechs glücklich Jahre in Tottenham, aber nun ist der richtige Zeitpunkt, um Goodbye zu sagen", teilte Bale in einer Mitteilung mit, nachdem der Mega-Deal endlich besiegelt war.

Bale unterschrieb bei den Königlichen einen Sechsjahresvertrag und spielt zukünftig an der Seite von Superstar Cristiano Ronaldo. Der Portugiese war mit einer Ablösesumme von 94 Millionen Euro, die Real 2009 an den englischen Rekordmeister Manchester United überwies, bisher der teuerste Spieler der Welt gewesen. Bale erhält bei Real die Rückennummer elf. Mit der Unterschrift Bales unter den Real-Vertrag geht das Dauer-Thema der Sommerpause zu Ende. Fast täglich hatte es neue Wasserstandsmeldungen um den Königstransfer der Königlichen gegeben. Zum Schluss war es nicht mehr die Frage, ob Bale nach Madrid wechselt, sondern wie hoch die Ablösesumme sein wird.

Nur schweren Herzens ziehen lassen

Zähe Verhandlungen mit Spurs-Boss Daniel Levy waren vorausgegangen. Der Geschäftsmann hatte Bale nur schweren Herzens ziehen lassen, denn der Edeltechniker war das Herzstück beim Londoner Club. 21 Tore in 33 Spielen erzielte er in seiner sechsten Saison für Tottenham. So räumte Bale fast alle Auszeichnungen ab, die es zu gewinnen gab. Er wurde zugleich zu Englands "Spieler des Jahres" und zum "Jungprofi des Jahres" gekürt. Zu halten war er aber trotz Vertrages bis 2016 kaum mehr, zumal die Spurs als Fünfter den Einzug in die Champions League verpasst hatten.

In den vergangenen Wochen war Bale bei Tottenham gar nicht mehr zum Einsatz gekommen, vermutlich um einen Wechsel bei einer möglichen Verletzung nicht zu gefährden. Für Real-Präsident Florentino Perez war der Deal fast ein Muss. Ein weiteres titelloses Jahr dürfte den verwöhnten Real-Fans kaum zu vermitteln sein. Und Erzrivale FC Barcelona hatte die Madrilenen mit der Verpflichtung des brasilianischen Jungstars Neymar in der Sommerpause weiter unter Zugzwang gesetzt.

Schuldenberg von 3,5 Milliarden Euro

Damit stehen die Wechsel der beiden Weltstars im krassen Widerspruch zur Situation in der Primera Division. Auf den spanischen Profi-Clubs lastet ein Schuldenberg von etwa 3,5 Milliarden Euro. Viele spanische Fußballer waren in den letzten Monaten ins Ausland abgewandert. Insbesondere die Höhe der Ablösesumme für den in Cardiff geborenen Waliser, der 2007 für 14 Millionen Euro von Southampton an die White Hart Lane gewechselt war, hatte dabei die Gemüter erhitzt. Für Gerardo Martino, den neuen Trainer des FC Barcelona, ist eine derart hohe Summe "fast eine Respektlosigkeit".

Viel Geld, das Real durch Verkäufe zumindest teilweise wieder reinholen will. Nach der Verpflichtung von Bale zählt insbesondere der Argentinier Angel Di Maria zu den möglichen Verkaufsobjekten. Auch für den Portugiesen Fabio Coentrao könnte die Zeit bei Real zu Ende gehen.

Die teuersten Transfers der Fußball-Geschichte (in Euro/Ablösesummen teilweise nicht offiziell, sondern kolportiert):

1. Gareth Bale (Tottenham Hotspur - Real Madrid 2013) 100,0 Mio.

 2. Cristiano Ronaldo (Manchester United -Real Madrid 2009) 94,0 Mio.

 3. Zinedine Zidane (Juventus Turin - Real Madrid 2001) 71,5 Mio.

 4. Zlatan Ibrahimovic (Inter Mailand - FC Barcelona 2009) 69,0 Mio.

 5. Kaka (AC Milan - Real Madrid 2009) 65,0 Mio.

 6. Edinson Cavani (SSC Napoli - Paris St. Germain 2013) 64,0 Mio.

 7. Luis Figo (FC Barcelona - Real Madrid 2000) 61,5 Mio.

 8. Radamel Falcao (Atletico Madrid - AS Monaco 2013) 60,0 Mio.

 9. Fernando Torres (Liverpool - Chelsea 2011) 58,5 Mio.

10. Neymar (FC Santos - FC Barcelona 2013) 57,0 Mio.

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