Kaum ein Satz in seiner Biografie sorgt so regelmäßig für Diskussionen wie dieser: Miroslav Škoro beschreibt sich dort direkt als "Kroate und Katholik".
In einem Podcast wurde er nun gefragt, warum ihm genau diese Information so wichtig sei – und warum dort nicht stattdessen Eigenschaften wie "ehrlich" oder "guter Mensch" stehen.
Škoro machte daraufhin klar: Für ihn seien Herkunft und Religion keine PR-Strategie, sondern schlicht Tatsachen seines Lebens. Diese Dinge habe er "in den ersten zehn Minuten nach der Geburt" bekommen, erklärte der Sänger.
Er hätte genauso gut irgendwo anders geboren werden können und dann eine andere Nationalität oder Religion gehabt, doch er sei eben hier geboren worden und wolle dazu auch stehen.
Besonders deutlich wurde er mit einem Vergleich aus dem Alltag: Wenn er gesundheitliche Probleme habe, gehe er schließlich auch zum passenden Arzt. Damit wollte Škoro unterstreichen, dass Identität für ihn etwas Grundsätzliches sei, während Charaktereigenschaften von anderen beurteilt werden sollten.
Ob man seine Aussagen nun sympathisch oder provokant findet: Škoro schafft es einmal mehr, eine Debatte auszulösen, die weit über Musik hinausgeht.