Von wegen heile Welt

Ballermann-Stars packen aus! So schlecht geht es ihnen

Am Ballermann zeigen Stars wie Mia Julia und Ikke Hüftgold gute Laune – doch hinter der Bühne vergeht ihnen oft das Lachen.
Heute Entertainment
10.06.2026, 14:58
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Auf der Playa de Mallorca zeigen sich die Ballermann-Stars normalerweise gut gelaunt, feiern im "Megapark" und im "Bierkönig" vor Tausenden Fans.

Doch gegenüber "BILD" sprechen Mia Julia, Ikke Hüftgold und weitere Künstler in einem neuen Bericht offen über den Druck hinter der Partykulisse. Zwischen Konkurrenzkampf, Social Media und Existenzängsten entsteht ein Alltag, der mit der ausgelassenen Bühnenwelt scheinbar wenig zu tun hat.

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"Sehr grau"

Mia Julia beschreibt ihre Jahre im Dauerstress deutlich: "Ich lief auf Hochtouren. Hatte Angst, den Anschluss zu verlieren", sagt sie zu "BILD". Auch Zukunftsängste hätten sie lange begleitet, zeitweise sei sie nah an einem Burn-out gewesen.

Zwar liebe sie es, Menschen vor der Bühne glücklich zu machen, doch innerlich sei es oft "sehr grau". Erst Gespräche im privaten Umfeld hätten ihr geholfen, etwas Abstand zu gewinnen. 2023 sprach sie als einer der ersten Ballermann-Stars öffentlich über ihre Depressionen.

Auch für jüngere oder weniger etablierte Acts ist die Situation angespannt. Malin Brown berichtet: "Ich war unzufrieden, denn meine Karriere stagnierte." Der Druck durch Social Media sei zusätzlich belastend, denn als Musiker sind sie dazu verpflichet, für die Karriere auch rund um die Uhr auf Instagram und Co. stattzufinden: "Daher poste ich das erste Reel gleich nach dem Wachwerden. Mache ich das mal nicht, habe ich ein schlechtes Gefühl."

Ballermann-Stars holen sich Hilfe

Sie gibt gegenüber der deutschen Zeitung weiter zu, ebenfalls mit ihrer Psyche zu kämpfen: "Ich wollte nicht mehr innerlich leiden und mich so schrecklich traurig fühlen. Deshalb habe ich mir professionelle Hilfe bei einer Psychologin gesucht. Alleine hätte ich es nicht mehr geschafft, mit diesem Druck umzugehen."

Auch DJ Robin spricht nach seinem Mega-Hit "Layla" von wachsender Belastung: "Ich möchte nicht als One-Hit-Wonder gelten. Doch an 'Layla' werde ich wohl niemals wieder rankommen." Aufgtrittsmöglichkeiten werden durch das ständige Clubsterben immer geringer.

Auch ihm macht Social Media schwer zu schaffen, kann man sich hier schließlich zusätzlich eine Reichweite aufbauen und damit für Veranstalter interessanter werden: "Wenn dann mal ein Instagram-Post nicht funktioniert, fange ich an zu zweifeln. Der Druck hat deutlich zugenommen."

Der Musiker setzt ebenfalls auf die Hilfe eines Coaches: "Es wird von uns erwartet, immer gute Laune zu haben. Das ist unser Job", erklärt DJ Robin. "Aber es wird leider vieles schöngeredet. Dabei ist es eine Stärke, zu seinen Schwächen zu stehen."

Wenn auch du unter Depressionen oder an psychischen Herausforderungen leidest, dann findest du hier Hilfe:

TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)
Kriseninterventionszentrum: 01/4069595

"Wer noch nicht etabliert ist..."

Selbst Ikke Hüftgold sieht die Szene härter werden: "Wir bekommen am Tag bis zu 20 Songs zugeschickt", sagt er zu "BILD". Gleichzeitig steige der Konkurrenzkampf deutlich, gerade für neue Künstler werde es zunehmend schwierig: "Wer noch nicht etabliert ist, für den kommt es in den nächsten Jahren knüppelhart."

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.06.2026, 14:58
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