Am 28. August läutete bei dem betagten Innviertler aus dem Bezirk Schärding das Telefon. Am anderen Ende der Leitung: ein vermeintlicher Polizist. Dieser behauptete, dass man eine Einbrecherbande erwischt habe.
Bei den Verdächtigen sei ein Zettel mit weiteren "potenziellen Opfern" sichergestellt worden. Auch der Name des 87-Jährigen stehe dort, hieß es. Einige Tage später erhielt der Mann einen weiteren Anruf: Er solle seine Goldmünzen mit möglichst wenig Fingerabdrücken vor die Haustür legen, da diese von Beamten abgeholt würden, so die Anweisung.
Auch solle er sich im Haus unauffällig verhalten und sich so wenig wie möglich sehen lassen. Das tat der Pensionist, die Münzen verschwanden.
Bei einem neuerlichen Telefonat schafften es die Täter, den Mann dazu zu bewegen, seine Sparbücher aufzulösen und das von der Bank abgeholte Geld wieder vor der Tür zu platzieren. Auch die Scheine wurde wenig später abgeholt.
Nachdem der Mann danach nichts mehr von den angeblichen Polizisten hörte, kam ihm der Verdacht, einem Betrug zum Opfer gefallen zu sein. Er schlug Alarm. Von den unbekannten Gaunern fehlt bisher jede Spur. Das Landeskriminalamt ermittelt.
Wichtiger Hinweis: Die Polizei fordert von niemandem Geld und erkundigt sich nicht über Vermögen. Sie kommt auch nicht zu jemandem nach Hause, um Vermögen sicherzustellen.