Mini-Zinsen für Sparer

Weniger Geld – so kassieren Banken auf unsere Kosten ab

Brisante Enthüllung: Banken profitieren von hohen EZB-Zinsen, Sparer in Österreich müssen hingegen weiterhin mit niedrigen Zinsen auskommen.
Newsdesk Heute
02.11.2025, 17:16
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Das sozialkritische Momentum Institut hat am Mittwoch ordentlich Kritik an den Banken geübt. Der Grund: Die Banken kassieren hohe Zinsen, geben aber nur wenig davon an Sparer weiter. Sie behalten also den Großteil der Zinserträge, die sie für ihre Einlagen bei der Europäischen Zentralbank bekommen, einfach selbst.

Banken bekommen deutlich mehr Zinsen

Kurz vor dem Weltspartag am 31. Oktober hat das Momentum Institut nachgerechnet. Das Ergebnis: In Österreich bekommen Sparer für ihr Erspartes viel zu niedrige Zinsen. So haben die Banken für Einlagen bei der Europäischen Zentralbank zuletzt deutlich mehr Zinsen kassiert, das Geld kam bei den Haushalten allerdings kaum an.

Von Juli 2022 bis Mai 2024 ist der Zinssatz für die Einlagen der Banken bei der EZB von null auf vier Prozent gestiegen. Für Sparende haben die Banken die Zinsen für täglich fälliges Geld aber nur auf 1,06 Prozent angehoben. Das ergibt eine Zinsschere von 2,94 Prozentpunkten, rechnet das Momentum Institut vor.

Banken profitieren doppelt

Noch im August 2025 haben die Banken zwei Prozent Zinsen von der EZB bekommen, aber im Schnitt nur 0,48 Prozent an die Sparer weitergegeben. das ergibt eine Zinsschere von 1,53 Prozentpunkten. Laut Momentum profitieren die Banken damit doppelt – von hohen Zinsen für ihre Einlagen bei der EZB und durch die niedrigen Zinsen, die sie ihrer eigenen Kundschaft für deren Ersparnisse zahlen.

In den letzten zwei Jahren haben die Banken in Österreich durch die ungleiche Zinsweitergabe einen Extra-Gewinn von 8,1 Milliarden Euro gemacht.

Forderung nach "Vorzugssparbuch"

Momentum spricht sich für ein "Vorzugssparbuch" mit einkommensabhängiger Mindestverzinsung für Kleinsparende nach französischem Vorbild aus. Dieses würde einen Zinssatz für Einlagen bis 10.000 Euro garantieren. Das Sparbuch würde Kleinsparern ermlglichen, treffsicher einen Notgroschen anzuspanren und vor dem Kaufkraftverlust durch die Inflation zu schützen.

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