Seine Werke kennt die ganze Welt, sein Gesicht aber niemand. Wer wirklich hinter dem Pseudonym Banksy steckt, galt als eines der größten Rätsel der Kunstwelt. Doch jetzt könnte das Geheimnis endgültig gelüftet sein.
Drei Journalisten von Reuters reisten von der Ukraine über London nach New York, um einst verwischten Spuren zu folgen. Nach intensiver Recherche ist das Team sicher: Robin Gunningham aus Bristol ist Banksy.
Wie bild.de unter Berufung auf Reuters berichtet, soll ein 25 Jahre altes Polizeidokument den entscheidenden Beweis liefern. Banksy wurde demnach im September 2000 in New York verhaftet, als er auf einem Dach ein Werbeplakat von Designer Marc Jacobs übermalen wollte.
In den längst verstaubten Polizeiakten fanden die Reporter ein handgeschriebenes Geständnis – unterzeichnet mit dem Namen Robin Gunningham. Der heute Anfang-50-Jährige hatte sich damit selbst verraten.
Auf die Spur brachte sie sein langjähriger Manager Steve Lazarides. Er hatte 2019 ein Foto der damaligen Festnahme auf Instagram geteilt. Durch die Datierung konnten die Akten ausfindig gemacht werden.
Reuters habe Gunningham mit den neuen Erkenntnissen kontaktiert – eine Antwort blieb aus. Banksys Firma "Pest Control" erklärte lediglich, der Künstler habe "beschlossen, nichts zu sagen".
Die Werke des Graffiti-Künstlers zählen heute zu den teuersten der Welt. Sein berühmtes "Girl with Balloon" sorgte für Aufsehen, als es sich nach einer Auktion selbst zerstörte.