Identität wohl enthüllt

Neue brisante Spur! Rätsel um Banksy könnte gelöst sein

Neue Hinweise deuten laut Reuters darauf hin, dass Banksy tatsächlich der Brite Robin Gunningham sein könnte – mit Spuren bis in die Ukraine.
Newsdesk Heute
15.03.2026, 18:36
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Die Ermittlungen der Reuters-Journalisten begannen bei Banksy-Bildern, die 2022 in der Ukraine aufgetaucht sind. Eines davon zeigte einen Mann in einer Badewanne, mitten in den Trümmern eines Hauses nahe Kiew. Augenzeugen erzählten, dass zwei maskierte Künstler das Banksy-Graffiti mit Schablonen an die Wand gebracht haben. Die Journalisten wollten herausfinden, wer eigentlich hinter dem Namen Banksy steckt.

Dafür haben sie sich drei Namen genauer angeschaut, die schon länger als mögliche Banksy-Identitäten im Umlauf sind. Einer davon ist Thierry Guetta, ein französischer Streetart-Künstler, bekannt als Mr. Brainwash. Er wurde vor allem durch Banksys Doku "Exit Through the Gift Shop" aus dem Jahr 2010 bekannt. Auch der Musiker Robert Del Naja, Sänger der Band Massive Attack, stand im Fokus. Wie NTV berichtet, fiel auf, dass seine Konzertorte oft mit neuen Banksy-Werken zusammengefallen sind. Außerdem gibt es Hinweise, dass Del Naja tatsächlich in der Ukraine war, als die besagten Wandbilder entstanden sind.

Der dritte Name ist Robin Gunningham. Der Brite wurde 1973 in Bristol geboren und wurde schon 2008 von der "Mail on Sunday" als möglicher Banksy genannt.

US-Akten liefern Hinweise

US-Gerichtsakten aus dem Jahr 2000 liefern laut Reuters den bisher klarsten Hinweis: Damals wurde ein Mann bei einer nächtlichen Aktion auf dem Dach eines Gebäudes in Manhattan erwischt, als er ein Werbeplakat von Marc Jacobs übermalte. Er wurde festgenommen und später wegen ordnungswidrigen Verhaltens verurteilt.

Der Festgenommene unterschrieb ein handschriftliches Geständnis, in den Dokumenten steht auch sein Name: Robin Gunningham. Zu der Zeit leitete der Brite das Carlton Arms Hotel in New York, das dafür bekannt war, Künstler im Austausch für die Gestaltung der Zimmer aufzunehmen. Die Journalisten meinen, dass diese US-Dokumente "Banksys wahre Identität zweifelsfrei" zeigen.

Banksys langjähriger Manager Steve Lazarides hat verraten, dass Banksy schon vor mehr als 25 Jahren in New York verhaftet wurde, als er ein Marc-Jacobs-Plakat auf einem Hausdach übermalen wollte. 2019 hat der Manager sogar ein Foto der unfertigen Werbetafel auf Instagram geteilt.

Lazarides berichtete außerdem, dass der Name Robin Gunningham nach den Gerüchten rund um Banksys Identität 2008 durch die "Mail on Sunday" aus allen öffentlichen Registern verschwunden ist. Nach Auswertung von Handelsregistereinträgen und anderen Dokumenten glaubt Reuters, dass der Künstler sich danach den Namen David Jones zugelegt hat – einer der häufigsten Namen in Großbritannien.

Spur führt auch in die Ukraine

Dann kommt wieder die Reise in die Ukraine 2022 ins Spiel: In den ukrainischen Einreisedaten taucht genau zu dem Zeitpunkt, als die Wandbilder entstanden, der Name David Jones auf. Laut Recherche hat David Jones auch dasselbe Geburtsdatum wie Gunningham.

Banksy selbst hat zu den Recherchen nicht Stellung genommen. Seine Firma "Pest Control Office" ließ nur wissen, dass der Künstler "beschlossen hat, nichts zu sagen". Sein Anwalt warnte vor einer Veröffentlichung und meinte, die Anonymität schütze die Meinungsfreiheit des Künstlers. Reuters hat die Ergebnisse trotzdem veröffentlicht, mit dem Hinweis, dass die Identität eines der einflussreichsten und geheimnisvollsten Künstler der Gegenwart von großem öffentlichen Interesse ist.

{title && {title} } red, {title && {title} } 15.03.2026, 18:36
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