Die Ermittlungen nach der Messerattacke eines 66-Jährigen auf seine gleichaltrige Ehefrau am Montag in Kottingbrunn (Bezirk Baden) laufen weiter auf Hochtouren.
Konkret steht der ehemalige Apotheker – sicher 15 bis 20 Jahre in der Gemeinde aktiv gewesen – unter Verdacht des versuchten Mordes.
Der Mann ist laut Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt, festgenommen worden. Er befand sich ebenso wie das Opfer weiterhin in einem Krankenhaus. Einvernahmen der Ehepartner sind noch nicht möglich gewesen.
Laut Habitzl wurden der Frau Stichwunden im Bauchbereich zugefügt. Tatwaffe war nach Polizeiangaben vom Montag ein Messer. Der Beschuldigte soll nach der Attacke auf seine Partnerin versucht haben, sich selbst zu töten. Er weist dem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge ebenfalls Verletzungen im Bauchbereich auf.
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Ein U-Haft-Antrag gegen den 66-Jährigen war am Dienstag noch nicht gestellt worden. Der Mann soll laut "Heute"-Infos die Tat in E-Mails an verschiedene Stellen angekündigt haben. Die Ermittlungen zum Motiv dauerten an.
Laut derzeitigem Ermittlungsstand geht man von einem Mordversuch mit anschließendem Suizidversuch aus. Das Motiv für die Bluttat war zunächst unklar, laut "Krone" sollen strafrechtliche Probleme im Raum gestanden sein. Ein Nachbar beschrieb den Mann als "superfreundlich". Es gilt die Unschuldsvermutung.
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