Baumgartner: "Wir haben Angst vor dem Sieg!"

Bild: GEPA pictures
Nach dem 2:2 im Derby gegen Rapid gab es bei der Austria abermals hängende Köpfe. "Es ist sehr bitter, dass wir den Sieg durch einen individuellen Fehler verschenkt haben", war Austria-Trainer Gerald Baumgartner geknickt. "Wir gurken im Tabellenkeller herum und haben irgendwie Angst vor dem Sieg", so der Coach weiter. Sein Gegenüber Zoran Barisic war besser gelaunt: "Ich sehe das sehr positiv, dass wir zweimal den Ausgleich geschafft haben", so der Rapid-Trainer.
gab es bei der Austria abermals hängende Köpfe. "Es ist sehr bitter, dass wir den Sieg durch einen individuellen Fehler verschenkt haben", war Austria-Trainer Gerald Baumgartner geknickt. "Wir gurken im Tabellenkeller herum und haben irgendwie Angst vor dem Sieg", so der Coach weiter. Sein Gegenüber Zoran Barisic war besser gelaunt: "Ich sehe das sehr positiv, dass wir zweimal den Ausgleich geschafft haben", so der Rapid-Trainer.

Bei der Austria muss man also weiter auf den ersten Saisonsieg warten. "Ich hätte gerne, dass das Werkl endlich anfängt zu funktionieren, das ist sehr bitter für uns – Es fehlen einfach die Siege. Wir arbeiten im Training sehr hart an der Offensive, können das dann aber im Spiel nicht abrufen", ärgerte sich Baumgartner.

Dass sein Team zweimal eine Führung aus der Hand gab, stimmte den Austria-Trainer auch nicht glücklich: "Das ist sehr ärgerlich und nicht zu erklären. Wir müssen in der zweiten Halbzeit einfach den Sack zumachen!" Auch sein Kapitän Manuel Ortlechner war sauer: "Als ich in der 80. Minute auf die Uhr geschaut habe, habe ich mir gedacht, das lassen wir uns sicher nicht mehr nehmen. Das zweite Gegentor ärgert mich maßlos." Pechvogel Mario Leitgeb war über seinen Fehler ebenfalls verärgert: "Das geht auf meine Kappe, dass wir nicht gewonnen haben. Wenn ich den Ball einfach nur wegschieße, gehen wir als Sieger vom Platz. Ich wollte den Gegner anschießen und ein Out herausholen."

"Ohne den Fehler hätten wir gewonnen!"

Aber laut Baumgartner lag die Punkteteilung nicht nur an den eigenen Schwächen: "Rapid hat phasenweise sehr gut gespielt. Als Schaub noch Kraft hatte, war er der beste Mann am Platz. Rapid wirkte aber so, als würde ihnen das ein oder andere Prozent noch fehlen. Wir haben trotz der frühen Führung aber zu viele hohe Bälle nach vorne gespielt – Wir hätten uns im Konter besser präsentieren müssen", analysierte der Austria-Coach.

"Ich sehe den Punkt hier sehr positiv. Es spricht für den Charakter der Mannschaft, dass sie zweimal einen Rückstand ausgleichen konnte. Natürlich darf aber so ein schnelles Gegentor niemals passieren. Wir haben heute zwei sehr gute Mannschaften gesehen, die ein intensives, spannendes Spiel abgeliefert haben. Im Endeffekt geht das Ergebnis in Ordnung", so ein zufriedener Zoran Barisic. 

"Herumgurken" im Tabellenkeller

Während auf Rapid am Donnerstag das Europa League Hinspiel wartet, geht die Austria in eine weitere sieglose Woche. "Ohne den individuellen Fehler hätten wir gewonnen, aber das ist nunmal kein Wunschkonzert. Die Mannschaft steht sehr unter Druck. Wir gurken da irgendwo in der Tabelle herum, aber ich bin überzeugt, dass wir, sollte ich es überleben, zu hundert Prozent auf Kurs kommen", versprach Baumgartner Besserung in den nächsten Spielen. 

Phillip Platzer
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