Baustart für neue "Terrasse" am Gürtel

Nach den Bauarbeiten soll mehr Platz für Fußgänger geschaffen werden.
Nach den Bauarbeiten soll mehr Platz für Fußgänger geschaffen werden.Denise Auer
Die Neugestaltung der Brücke "Maria von Siege" soll Mariahilf und Rudolfsheim enger verbinden. Diese Woche starteten die Bauarbeiten.

Auf diesen Platz bleibt kein Stein mehr auf dem anderen: Seit Dienstag wird der Asphalt auf der einzigen Überquerungsmöglichkeit zwischen den U6-Stationen Westbahnhof und Gumpendorfer Straße aufgerissen. Wie berichtet, soll die Neugestaltung mehr Platz für Fußgänger schaffen.

Ein breiterer Gehsteig, drei neue Bäume, konsumfreie Sitzgelegenheiten, wegbegleitende Spiele und ein Trinkbrunnen soll das Grätzel beider Bezirke aufwerten werden. Statt dunklem Asphalt, werden helle Betonsteine gepflastert. Im Zuge der Neugestaltung werden auch die Fahrbahnquerungen für Spaziergänger optimiert und taktile Blindenleitsysteme errichtet. Für Autofahrer ändert sich (fast) nichts: Die Befahrbarkeit der Gürtelmittelzone in beide Richtungen wird auch nach dem Umbau möglich sein, allerdings fallen acht Stellplätzen weg.

Umbau kostet 600.000 Euro

"Wir schaffen einen neuen Ort, der zum Verweilen für Jung und Alt einlädt", erklärt Markus Rumelhart, Bezirksvorsteher des 6. Bezirkes. Sein Kollege aus dem 15. Bezirk, Gerhard Zatlokal ergänzt: "Die Neugestaltung ist ein weiterer Schritt, die Gürtelzone zu attraktivieren und minimiert die Barrierewirkung des Gürtels." Die Kosten von rund 600.000 Euro werden auf die beiden Bezirke aufgeteilt.

Am Donnerstag statteten die Bezirkschefs Markus Rumelhart (li.) und Gerhard Zatlokal der Baustelle einen Besuch ab.
Am Donnerstag statteten die Bezirkschefs Markus Rumelhart (li.) und Gerhard Zatlokal der Baustelle einen Besuch ab.Denise Auer

Bauliche Herausforderung bei Neugestaltung

Die zu umgestaltende Fläche beträgt 1.380 Quadratmeter. Die Tragfähigkeit der Brücke über die U6 ist allerdings gering. Es gilt daher eine Tonnagenbeschränkung von maximal 12 Tonnen. Aus diesem Grund muss bei allen neuen Elementen darauf geachtet werden, dass sie eine bestimmte Zusatzbelastung nicht übersteigen. Auch die neuen Bäume dürfen nicht direkt auf dem Tragwerk der Brücke gesetzt werden, heißt es in einer Aussendung. Sie werden direkt neben der Brücke stehen.

"Ich habe versprochen am Gürtel Maßnahmen für eine bessere Qualität zu setzen. Heuer errichten wir einen Fußgänger- und Radübergang am Gumpendorfer Gürtel bei der Wallgasse und nächstes Jahr schaffen wir eine neue Terrasse", verspricht Rumelhart.

Temporäre Sperre für Autoverkehr

Bis voraussichtlich 6. November ist die Gürtelmittelzone zwischen dem Inneren und dem Äußeren Gürtel für den Verkehr gesperrt. Bis 4. September kann es deshalb temporär zu einer Sperre des dritten Fahrstreifens des Äußeren Gürtels kommen. Um am Inneren Gürtel während der Bauarbeiten einen Ersatz-Radweg zu schaffen, werden die vorhandenen Fahrstreifen lediglich verschwenkt. Der Öffentliche Verkehr ist von den Bauarbeiten nicht betroffen.

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