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Bayern-Boss enthüllt, wann er Tuchel Job-Angebot machte

Die Bayern vollzogen am Freitag den überraschenden Trainerwechsel zu Thomas Tuchel. Gespräche liefen bereits tagelang. 
Heute Redaktion
25.03.2023, 13:46
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Das Trainer-Beben in München nahm am Donnerstagabend seinen Lauf. Der italienische Transfer-Experte Fabrizio Romano enthüllte die bevorstehende Entlassung des Bayern-Trainers Julian Nagelsmann, der gerade auf Skiurlaub im Zillertal weilte. Die Bayern-Führungsetage bestellte den 35-Jährigen für Freitag zum Gespräch an die Säbener Straße, Nagelsmann wurde entlassen. 

Dass Thomas Tuchel den deutschen Serienmeister übernehmen wird, stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest. Schließlich liefen bereits tagelange Gespräche, wie die Münchner nun bei der Vorstellung des 49-Jährigen erzählten. Sportvorstand Hasan Salihamidzic enthüllte, dass er bereits am Dienstag den Kontakt aufnahm. "Dienstagmittag habe ich mein Telefon genommen und angerufen. Da hat er gesagt: ,Was willst du?´ Darauf habe ich gesagt: ,Wenn du keinen Bock hast, dann leg auf´", erzählte Salihamidzic von der ersten Kontaktaufnahme. 

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Erster Kontakt am Dienstag

Zuvor sei in der Bayern-Führungsetage die Entscheidung gereift, dass es mit Nagelsmann nicht mehr weitergeht. Am Sonntag verloren die Münchner bei Bayer Leverkusen mit 1:2, damit rutschten die Bayern auch auf den zweiten Tabellenplatz ab, liegen vor dem direkten Duell am 1. April einen Punkt hinter Borussia Dortmund. "Unterm Strich war es sehr wohl überlegt, es war ein Prozess und keine emotionale Reaktion, sonst hätten wir schon am Montag gehandelt", meinte der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn. "Zuletzt haben wir von zehn Spielen nur fünf gewonnen. Wir haben gesehen, dass die Konstellation zwischen Mannschaft und Trainer nicht mehr gepasst hat. Wenn die Leistungskurve nach unten zeigt, muss man reagieren", so Salihamidzic über das Nagelsmann-Aus. 

Das erste Treffen mit Tuchel folgte schließlich bereits am Dienstagabend. "Es war ein sehr gutes Gespräch. Er war von Anfang an sehr heiß. Am Mittwoch und Donnerstag haben wir dann verhandelt. Thomas wollte unbedingt und wir auch", erzählte "Brazzo" weiter. Der Sportvorstand wehrte sich schließlich auch gegen Anschuldigungen, Nagelsmann habe von seiner bevorstehenden Entlassung aus den Medien erfahren. "Als wir die Zusage hatten, war Julian der Erste, den wir angerufen haben. Dass eine dritte Person es öffentlich gemacht hat, als wir noch nicht einmal die Zusage hatten, dafür können wir nichts", erklärte Salihamidzic. 

Tuchel rechnete nicht mit Bayern-Angebot

Tuchel stellte daraufhin klar, er habe keinen Druck auf die Bayern ausgeübt. Mehrere Medien berichteten, Tuchels Berater hätte den Bayern klargemacht, sie müssten sich schnell entscheiden, weil auch Tottenham Hotspur am 49-jährigen Deutschen dran sei. "Das ist für mich nicht die Art der Verhandlungsführung. Ich habe nicht damit gerechnet, eher geglaubt, dass ich meine Karriere im Ausland fortsetzte. Dies als Druckmittel einzusetzen, liegt mir fern. Ich musst einmal darüber schlafen", so Tuchel. 

Als sein Handy klingelte, habe er nicht mit einem Bayern-Angebot gerechnet. "Ich war naiv. Ich wusste nicht, was wir besprechen", erklärte der neue Bayern-Coach, der am Montag sein erstes Training leiten wird. Ehe er am 1. April ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund sein Debüt geben wird.