Sport

Bayern-Boss: "Özil hat sich ein Eigentor geschossen"

Heute Redaktion
13.09.2021, 19:55

Die Affäre rund um Mesut Özils Foto mit Türkei-Präsident Erdogan erhitzt noch immer die Gemüter. Jetzt spricht Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge Klartext.

Mesut Özil und sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayip Erdogan im Vorfeld der WM, sein wochenlanges Schweigen zur Affäre und schließlich sein Rücktritt aus der Nationalmannschaft, deren Bossen er Rassismus vorwirft – die "Özil-Affäre" erhitzt noch immer die Gemüter in Deutschland, aber auch in Österreich.

Auch Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, die mächtigen Bosse des FC Bayern München, haben eine klare Meinung zum Skandal rund um die ehemalige Nummer zehn der deutschen Weltmeistermannschaft von 2014.

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"Er ist doch nicht kritisiert worden, weil er türkischer Abstammung ist. Das ist eine Fabel, die von seinen Beratern erzählt wird", erklärt Rummenigge in der aktuellen Ausgabe der "SportBild". "Das geht mir ohnehin zunehmend auf die Nerven: Die Berater geben heute immer mehr die Statements und die Interviews. Das ist teilweise wie eine Märchenstunde." Sein Fazit zum Rassismusvorwurf von Özil: "Mit der Nummer und diesem Statement hat sich Özil endgültig ein Eigentor geschossen."

"Özil war nie ein Spieler für uns"



Rummenigge bestätigt auch, dass er und Hoeneß ("Immer, wenn wir gegen Arsenal gespielt haben, haben wir über Özil gespielt, weil wir wussten, das ist die Schwachstelle") nie eine sonderlich hohe Meinung vom Fußballer Mesut Özil hatten. "Auf dem Ohr waren Uli und ich immer taub. Das war nie ein Spieler, mit dem wir uns auch nur zu einem Prozent beschäftigt haben. Nie", verrät der 62-Jährige. "Wenn wir in London gespielt haben, hat Uli immer gesagt: 'Hoffentlich spielt der heute.'"

(Heute Sport)

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