Bayern gegen Dortmund: Videobeweis verwirrte alle

Abseits oder nicht? Erst Eurosport klärte auf.
Abseits oder nicht? Erst Eurosport klärte auf.Bild: imago sportfotodienst, Screenshot Eurosport
Bayern München gewann den deutschen Supercup gegen Dortmund mit 5:4 im Elferschießen. Für Diskussionsstoff sorgte einmal mehr der Videobeweis.
Bayern München holte trotz holpriger Saison-Vorbereitung (fragwürdige Asien-Tour, Letzter beim Audi-Cup) den ersten Titel im noch jungen Spieljahr. Der amtierende Meister setzte sich in Dortmund vor 81.000 Fans gegen den BVB mit 5:4 im Elferschießen durch und eroberte zum siebenten Mal den Supercup – Rekord!

Unumstritten war der Titel allerdings nicht. Nach 90 Minuten war es 2:2 gestanden (David Alaba fehlte verletzt, Marco Friedl saß auf der Bank). Zwei Mal hatten die Bayern einen Rückstand aufgeholt. Und beide Male kam der Videobeweis zum Einsatz!

Vor allem die Vorgeschichte zum 1:1 durch Robert Lewandowski sorgte für Verwirrung. Schiri Felix Zwayer vermutete ein Abseits von Assist-Geber Joshua Kimmich. Er forderte den Videobeweis an.

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Die Fernseh-Bilder wurden 100 Kilometer entfernt in Köln ausgewertet. Nach wenigen Sekunden bestätigte der Referee, dass das Tor zählt. Problem: Weder im Stadion, noch im TV bekamen die Zuschauer eine grafische Aufbereitung der Szene zu sehen.

Später entschuldigte sich die Deutsche Liga für den Fauxpas. "Leider lagen die kalibrierten Linien, die dem Video-Assistenten normalerweise bei Abseitsentscheidungen vorliegen und ihn unterstützen, aufgrund von technischen Problemen in der ersten Halbzeit des Supercups Borussia Dortmund gegen FC Bayern München am Samstag noch nicht vor. Deshalb konnten sie auch nicht den TV-Partnern zur Verfügung gestellt werden."



Eurosport zog eigene Linie


Eurosport zog daraufhin selbst eine Linie und lieferte den Beweis, dass das Tor korrekt war.



Auch beim 2:2 durch ein Eigentor von Lukasz Piszczek bemühte der Schiri den Videobeweis. Ob wegen Handspiel, Foul oder Abseits, wurde nicht erklärt. "Bei einer neuen Regeln braucht es eben Zeit, bis man sie verinnerlicht hat", nahm Bayern-Coach Carlo Ancelotti den Unparteiischen in Schutz.

Fakt ist: Bis der Videobeweis einwandfrei funktioniert, werden noch viele strittige Szenen diskutiert werden. (red)

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