Der Bayern-Express ist wieder ins Rollen gekommen. Die Münchner überrollten Wolfsburg mit 6:1. Dabei stand das Siel lange Zeit auf der Kippe. Ein Stromausfall in Wolfsburg gefährdete die Durchführung des Schlagerspiels der deutschen Bundesliga. Nur dank eines Notstromaggregats konnte angepfiffen werden. Eine starke Leistung von Martin Harnik reichte dem VfB Stuttgart nicht zum Sieg.
Dabei taten sich die Münchner anfangs auch schwer gegen den Tabellen-Fünften. Die Wolfsburger gingen sogar in Führung, Naldo fixierte das 1:0 in der 18. Minute. Vom Verlusttreffer angestachelt zeigten die Bayern ihre Qualität, benötigten aber etwas Glück beim Ausgleichstreffer. Shiqiri lenkte mit dem Oberschenkel einen Ball aus kurzer Distanz ins Tor (26.). Bis zur Halbzeitpause hielt der VfL Wolfsburg allerdings weiter dagegen.
Erst in der zweiten Spielhälfte drehten die Bayern so richtig auf - dann zeigten die Münchner allerdings ihre Klasse und nützten die Chancen eiskalt. Thomas Müller stellte nach 63 Minuten auf 2:1, ehe vier Minuten später der eingewechselte Mario Mandzukic zum 3:1 traf. Wiederum nur vier Minuten später trug sich auch Franck Ribery in die Schützenliste ein. Müller (78.) und Mandzukic (80.) stellten mit Doppelpacks den Endstand her. David Alaba spielte bei den Münchnern auf der Linksverteidigerposition durch.
Starker Harnik reicht nicht für Stuttgart-Sieg
Eine starke Vorstellung des ÖFB-Teamstürmer reichte dem VfB Stuttgart nicht zum Sieg. Den schnellen Verlusttreffer gegen Eintracht Braunschweig durch Hochscheidt (24.) machten die Stuttgarter schnell wieder wett. Nach Harnik-Assist traf Maxim in der 30. Minute zum verdienten Ausgleich. Harnik selbst besorgte dann den sehenswerten Führungstreffer des Tabellen-15. Nach der Pause holte Harnik geschickt einen Strafstoß gegen Braunschweig-Goalie Davari heraus, den Maxim nicht verwandeln konnte (51.). Der späte Ausgleich der Gäste durch Bicakcic fiel erst in der 83. Minute.
Tag der verschossenen Elfer
Nicht nur in Stuttgart wurde ein Strafstoß nicht verwertet. Hannover ließ die Chance zur frühen Führung durch Huszti aus, der mit dem Elfmeter an Leverkusen-Goalie Leno scheiterte (5.). Nach Treffern von Castro (28.) und Rudnevs (34.) endete die Begegnung Unentschieden. Klaas-Jan Huntelaar ließ in der 31. Minute ebenfalls eine Elfmeterchance unverwandelt, der "Hunter" traf trotzdem drei Mal beim Sieg der Schalker über Hoffenheim. Christian Fuchs wurde in der 70. Minute eingewechselt. Mit einem verwandelten Elfmeter rettete Cahanoglu (72.) dem HSV einen Punkt gegen Eintracht Frankfurt.
Das Österreicher-Duell Mönchengladbach gegen Augsburg konnten die Bayern für sich entscheiden. Nachdem Raffael (5.) Goalie Alexander Manninger bezwang, führten die Heimischen, doch Altintop (35.) und Werner (81.) drehten die Partie. Sowohl Stranzo als auch Manninger spielten durch.
Werder Bremen siegt gegen Nürnberg
Werder Bremen hat den nächsten großen Schritt zur Rettung gemacht und den 1. FC Nürnberg wieder in größere Abstiegsnöte gestürzt. Die kampfstarken und im Abschluss effektiven Hanseaten siegten durch die Treffer von di Santo (40.) und Bargfrede (68.) auswärts mit 2:0 und verschafften sich mit 28 Punkten ein Polster von acht Zählern auf den Relegationsrang.
Die ÖFB-Teamspieler Sebastian Prödl, der in der zentralen Abwehr eine starke Leistung bot, und Zlatko Junuzovic spielten bei Bremen durch. Der "Club", der weiterhin 23 Zähler auf dem Konto hat, schlug sich auch selbst: An beiden Toren war der erstmals in der Startelf aufgebotene Spanier José Campana mit Ballverlusten im Mittelfeld entscheidend beteiligt.
Köln müht sich zum Sieg
Am Freitababend plagte sich der 1. FC Köln zu einem 2:1-Erfolg über Energie Cottbus. Der Klub von Peter Stöger drehte vor 42.000 Zuschauern in den letzten Spielminuten das Ergebnus, nachdem Sanogo die Gäste in Führung gebracht hatte (68.). Hector erzielte in der 84. Spielminute den Ausgleichstreffer. Ein Eigentor des Cottbusser Möhrle (86.) brachte den Sieg für den Tabellenführer.