Dramatischer Polizeieinsatz in den privaten Gemächern eines Wiener Promis: Seine Partnerin soll – durch Alkohol und Schlaftabletten außer sich – in den Abendstunden des 22. Oktobers völlig ausgezuckt sein. Schließlich biss sie einen einschreitenden Beamten so fest in die Hand, dass die Narben der klaffenden Wunde nach Monaten noch sichtbar sind – wir berichteten.
"An diesem Tag habe ich ganz detaillierte Informationen bekommen über die vielen Seitensprünge meines Partners. Ich konnte nicht schlafen, nichts essen", schilderte das Model mit tief ins Gesicht gezogener Kappe. Ihren tiefen Schmerz habe sie mit Drinks und Tabletten heruntergespült, bis alles eskalierte. Dafür schäme sie sich sehr, "damals konnte ich allerdings nicht mehr…"
Ihr Zustand war offenbar so dramatisch, dass ihr jetziger Ex und eine gemeinsame Freundin Polizei und Rettung alarmierten. Als die Beamten die Wohnung betraten, schreckte die Wienerin aus einem Dämmerschlaf auf. Ich bekam plötzlich Panik, als sie mir die Handschellen anlegen wollten, da biss ich zu", so die Frau am Donnerstag vor Gericht.
"Das Vertrauen durch ihren Partner war wirklich massiv enttäuscht worden", wollte ihr Verteidiger Nik Rast nichts beschönigen – die Situation aber samt Vorgeschichte anschaulich machen. "Das hat ihr vollkommen den Boden unter den Füßen weggezogen", so Rast.
In einer skurril anmutenden Szene entschuldigte sich die großgewachsene Frau beim deutlich kleineren Beamten (Opfervertretung Thomas Preisinger), der damals nur helfen wollte. Der bedankte sich artig, bekam 500 Euro Schmerzengeld. "Beißen ist nie schön, aber es war eine besondere Situation", sah die Richterin keine schwere Schuld und beendete die Körperverletzungs-Causa mit einer Diversion – rechtskräftig.