Fans außer Kontrolle

Nach Derby-Chaos – Nächste Urteile gegen Hooligans

Nach den Ausschreitungen beim Wiener Derby im Herbst 2024 sind jetzt erste Urteile gefallen – mehrere Täter kamen mit bedingten Haftstrafen davon.
Christoph Weichsler
19.03.2026, 14:14
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Jetzt ist das Urteil da: Nach dem Platzsturm und den Gewalt-Szenen beim Wiener Derby im September 2024 hat das Gericht in Wien weitere Strafen verhängt. Mehrere Angeklagte wurden zu bedingten Haftstrafen verurteilt, ein Großteil der übrigen Beteiligten kam bereits zuvor mit Diversionen davon.

Ursprünglich standen 22 Männer vor Gericht. Am Ende blieben nur noch sechs im Hauptverfahren übrig, weil viele bereits Auflagen akzeptiert hatten – darunter Geldzahlungen und strenge Stadionverbote.

So eskalierte das Derby

Beim Spiel zwischen Rapid und Austria war die Lage komplett außer Kontrolle geraten. Fans stürmten den Rasen im Allianz Stadion, zündeten Pyrotechnik und lieferten sich heftige Auseinandersetzungen – untereinander und mit der Polizei.

Die Staatsanwältin sprach von "kriegsähnlichen Zuständen". Mehrere Personen wurden verletzt, darunter auch Polizisten. Eine Beamtin erlitt Verbrennungen, ein Kollege Hörschäden, ein weiterer wurde im Gesicht schwer verletzt.

Videos zeigen brutale Szenen

Im Prozess wurden Videoaufnahmen aus dem Stadion gezeigt. Darauf war zu sehen, wie Fans auf das Spielfeld strömten, Gegenstände warfen und auf andere einschlugen. Die Richterin konnte mehrere Angeklagte klar identifizieren. Die Verteidigung argumentierte hingegen, die Männer hätten aus ihren Fehlern gelernt. Einige hätten bereits Anti-Gewalt-Trainings gemacht oder angekündigt, ihr Verhalten zu ändern.

Viele kamen glimpflich davon

13 Angeklagte kamen mit Diversionen davon. Sie mussten Geld zahlen und erhielten ein österreichweites Stadionverbot – auch für internationale Spiele und Länderspiele. Halten sie sich daran, bleiben sie offiziell unbescholten.

Für die übrigen Angeklagten gab es diese Chance nicht - sie waren bereits vorbestraft. Deshalb verhängte das Gericht nun bedingte Haftstrafen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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