Kurz vor dem Prozessstart sitzt die Frau eines prominenten heimischen Showstars mit ihrem Anwalt Niki Rast vor dem Saal. Sie fühlt sich sichtlich unwohl, hat ihre Kappe tief ins Gesicht gezogen. Ehebruch und eine Mischung aus Tabletten und Alkohol brachten sie hierher.
Was ist geschehen? Am 22. Oktober 2025 rücken zwei Polizisten zu einem Einsatz in einer Privatwohnung in der Wiener Josefstadt aus. Den Notruf ausgelöst hat der Ehemann der Frau, der Showstar. Seine Frau war offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand.
Als die Beamten eintrafen, wehrte sich die Frau mit aller Kraft, biss einen der Polizisten in seine linke Hand. Beim Opfer – der junge Beamte wird von Thomas Preisinger vertreten – gibt es bis heute eine Narbenbildung an der Hand, die Abdrücke der Schneidezähne der Frau sind noch immer sichtbar.
Das Model vor Gericht: "Mir tut es sehr leid, aber es gibt Gründe, warum es mir so schlecht gegangen ist an diesem Tag"
Die Slowakin lebt in einer eingetragenen Partnerschaft mit dem TV Star, will das aber auflösen. Das selbstständige Model hat eine diplomatische Ausbildung genossen – ihr Verhalten soll jedoch alles andere als diplomatisch gewesen sein.
Verteidiger Rast: "Sie kommt aus einem zerrütteten Elternhaus und das Vertrauen wurde durch ihren Partner wirklich massiv enttäuscht. Sie erfuhr einige Tage davor, dass sie betrogen wurde. Das hat ihr den Boden unter den Füßen weggezogen."
An diesem Oktobertag habe die Frau detaillierte Informationen bekommen, über die Seitensprünge des Partners, "er war mir fünf Jahre untreu, ich konnte weder schlafen noch essen. Dann fand ich heraus, dass er mich auch betrogen hatte, als ich schwanger war – ich dachte, wir sind eine Familie."
An diesem Abend hat sie Schlaftabletten und Alkohol gemischt: "Das war mir alles zu viel, es hat sehr weh getan. Ich konnte nicht mehr."
Dann kam es zum Eklat: "Dann haben mein Mann und eine Freundin die Polizei gerufen. Ich habe schon geschlafen. Plötzlich wurde ich geweckt."
Schon bald kam es zur Verletzung: "Als sie mir Handschellen anlegten, bekam ich Panik. Ich habe das komplett eskaliert und dann zugebissen, weil ich mich befreien wollte."
Die Richterin erwidert: "Die Beamten wollten Ihnen doch nur helfen." Das angeklagte Model: "Ja ich verstehe das jetzt, aber ich konnte das damals nicht verstehen."
"Es tut mir wirklich leid", entschuldigte sie sich beim Beamten. Der nimmt die Entschuldigung an, und sagt "Danke". Schon nach einer halben Stunde wird eine Lösung gesucht, die Richterin schlägt eine Diversion vor: 500 Euro Schmerzengeld an den Beamten. Das Geld wird sofort im Saal überreicht. Die Sache ist erledigt – rechtskräftig.