Das Grätzel rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße ist als Drogen-Hotspot bekannt. Die Anrainer leiden: Besonders in der kühleren Jahreszeit verlagert sich die Szene in Hauseingänge und Keller. Spritzen und andere Drogenutensilien gefährden die Bewohner in Wien-Mariahilf. "Es reicht, wir wollen endlich konkrete Verbesserungen im Grätzel sehen", erklärt VP-Mariahilf-Obmann Gerhard Hammerer nach der Sitzung der Bezirksvertretung. Die VP brachte gleich mehrere Initiativen ein – alle Anträge fanden Zustimmung.
Besonders im Fokus stehen zwei einstimmig beschlossene Forderungen an Sozialstadtrat Peter Hacker (SP): ein Gespräch mit allen Fraktionen sowie ein Vor-Ort-Termin mit Anrainern. "Wir freuen uns auf das Gespräch mit Stadtrat Peter Hacker, weil wir damit die Möglichkeit haben, die Anliegen der Anrainerinnen und Anrainer direkt anzusprechen und den Handlungsdruck im Jedmayer Grätzel unmissverständlich deutlich zu machen", so Hammerer.
Konkrete Maßnahmen wurden angestoßen: So soll ein Alkoholverbot rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße geprüft werden. Zusätzlich wurde die Einrichtung eines permanenten Sicherheitsdienstes in der U6-Station gefordert. "Damit spricht sich der Bezirk klar für zusätzliche Schritte zur Verbesserung der Situation aus. Wir erwarten uns klare Antworten, einen verbindlichen Zeitplan und vor allem konkrete Maßnahmen zur spürbaren Entlastung des Jedmayer Grätzels", so Hammerer.
Positiv sieht die ÖVP zudem die Ankündigung von SPÖ-Bezirksvorsteherin Julia Lessacher, noch im Frühjahr 2026 eine Anrainerversammlung im Haus der Begegnung abzuhalten. "Das ist eine langjährige Forderung der Anrainerinnen und Anrainer sowie der ÖVP Mariahilf. Es ist wichtig, dass die Menschen vor Ort endlich eingebunden werden und ihre Erfahrungen direkt einbringen können", so Hammerer.
Für die ÖVP ist die Lage klar: "Der Bezirk, die politischen Vertreter und die Bevölkerung haben klar zum Ausdruck gebracht, dass jetzt gehandelt werden muss. Wir wollen nicht länger warten. Jetzt sind die SPÖ-Neos-Stadtregierung, in erster Linie Stadtrat Peter Hacker und der Sucht- und Drogenkoordinator Ewald Lochner gefordert, endlich konkrete Maßnahmen vorzulegen und umzusetzen", meint Hammerer.