Die Situation rund um das Suchthilfe-Tageszentrum "Jedmayer" in der Gumpendorfer Straße 157 (Wien-Mariahilf) beschäftigt Anrainer bereits seit Jahren. Immer wieder wurden von Seiten des Wiener Sucht- und Drogenkoordinators Ewald Lochner Entlastungsmaßnahmen angekündigt. Konkrete Ergebnisse bleiben jedoch bis heute aus, bemängelt die ÖVP in einer Aussendung.
Nachdem sich die Situation rund um das "Jedmayer" im Sommer 2025 deutlich verschärft hatte, wurden seitens des Sucht- und Drogenkoordinators Ewald Lochner mehrere Maßnahmen angekündigt.
"Im September 2025 wurde von Lochner ein sicherheitsstrategischer Gipfel der Stadt gemeinsam mit der Polizei angekündigt. Anfang Oktober wurde dieser Termin nochmals bestätigt. Nur wenige Wochen später wurde der Gipfel wieder abgesagt. Statt konkreter Maßnahmen folgten weitere Ankündigungen – umgesetzt wurde nichts", erklärt Gerhard Hammerer, Obmann der ÖVP Mariahilf.
Im November 2025 wurde zusätzlich bis Anfang 2026 ein mittel- bis langfristiges Konzept zur Entlastung des Grätzels versprochen. "Stand Anfang März 2026 gibt es weder ein Konzept noch eine Erklärung, warum diese Zusage nicht eingehalten wurde", so Hammerer.
Auch Felix Ofner, Bezirksparteiobmann der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus, kritisiert die Situation: "Die Menschen im Grätzel werden seit Monaten mit Ankündigungen vertröstet. Sicherheitsgipfel angekündigt, dann abgesagt. Konzept versprochen, bis heute nicht geliefert. Diese Hinhaltetaktik ist für die Betroffenen schlicht nicht mehr akzeptabel."
Hammerer und Ofner fordern endlich konkrete Schritte: "Die Situation rund um das 'Jedmayer' ist seit Jahren bekannt. Die Geduld der Anrainer, der Öffi-Benützer und der Schüler ist längst aufgebraucht, sie brauchen keine weiteren Ankündigungen, sondern endlich Maßnahmen. Ewald Lochner muss endlich liefern."
"Heute" fragte bei der Sucht- und Drogenkoordination Wien nach: "Wir haben intensiv über die Wochen gearbeitet und sind nun in den letzten Phasen der Abstimmung mit allen Playern. Wir werden das Maßnahmen-Konzept bald präsentieren", heißt es. Die Öffentlichkeit werde rechtzeitig informiert, dies soll noch im jetzigen Quartal erfolgen.