Streit spitzt sich zu

Hotspot bei der U6: FP will Absiedlung von Suchthilfe

Die FPÖ verlangt die Verlegung der Suchthilfe-Einrichtung Jedmayer nahe der U6 Gumpendorfer Straße – der Streit um den Standort spitzt sich in Wien zu
Thomas Peterthalner
02.03.2026, 13:07
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Seit Jahren sorgt die Suchthilfe-Einrichtung Jedmayer nahe der U6-Station Gumpendorfer Straße für Diskussionen. Jetzt legt die FPÖ nach und fordert einmal mehr die Absiedelung des Standorts.

"Gravierende Fehlentscheidung"

Für den Bezirksparteiobmann Leo Lugner sowie den Klubobmann der FPÖ in der Bezirksvertretung, Lukas Korp, ist die Sache klar. "Suchtkranken Menschen muss geholfen werden – aber der derzeitige Standort mitten im Wohngebiet, in unmittelbarer Nähe zu Schulen und einem Kinderspielplatz, ist und bleibt eine gravierende Fehlentscheidung."

Park-Sperre in der Nacht

Auslöser der aktuellen Debatte ist auch die geplante nächtliche Sperre des Fritz-Immhof-Parks. Die neue Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Julia Lessacher (SP), will den Park bei der U6-Station Gumpendorfer Straße künftig nachts zusperren lassen. Erste Maßnahmen wurden bereits gesetzt: Eine Pergola wurde abgebaut, Tisch-Bank-Kombinationen wurden entfernt.

Streit um Lösung

Künftig soll der Park wie andere Anlagen im Bezirk um 22 Uhr und im Sommer um 23 Uhr geschlossen werden. Ruhestörungen von Anrainern sollen so in der Nacht verhindert werden. Die FPÖ begrüßt die Sperre grundsätzlich, sieht darin aber keine nachhaltige Lösung. "Jede Maßnahme, die kurzfristig für mehr Sicherheit sorgt, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber das ist reine Symptombekämpfung", so Lugner.

"Genug von Ankündigungen"

Korp ergänzt: "Ob nächtliche Parksperre oder der x-te Arbeitskreis – all das löst das Grundproblem nicht. Seit Jahren werden Gesprächsrunden abgehalten, ohne dass sich an der Situation für Anrainer und Familien spürbar etwas verbessert hätte. Die Menschen haben genug von Ankündigungen."

Verlegung an Stadtrand gefordert

Die Freiheitlichen fordern daher die Verlegung der Einrichtung an den Stadtrand. Konkret soll sie in ein geeignetes Gewerbegebiet mit entsprechender Infrastruktur und ausreichend Freiflächen übersiedeln. "Dort können professionelle Rahmenbedingungen geschaffen werden – inklusive geeigneter 'Non-Compliance'-Räumlichkeiten für Betreuung und kontrollierte Angebote. Aber im Wohngebiet ist dieser Standort nicht tragbar", so Korp. Für die FPÖ steht fest: "Es braucht jetzt endlich eine echte Neuaufstellung der Suchthilfe. Nur eine Absiedelung wird die Situation nachhaltig entschärfen."

{title && {title} } pet, {title && {title} } 02.03.2026, 13:07
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