Kärnten

Beamter erfand Pensionisten – kassierte 1,4 Millionen

Wie ist das möglich? Die Pensionsversicherungsanstalt zahlte 16 Jahre lang Pensionsgeld an erfundene Männer. Din Spitzenbeamter kassierte alles!
21.04.2022, 13:52

Da spricht man wohl von einer Sicherheitslücke. Der Angeklagte arbeitete als hochrangiger Beamter, er hatte Zugang zu allen erforderlichen Informationen und manipulierte 16 Jahre lang die Situation zu seinen „Gunsten“. Er erfand verschiedene Pensionisten und kassierte die Pension ein. Niemand hatte etwas bemerkt. Erst jetzt, beinahe zwei Jahrzehnte später ist seine Masche aufgeflogen. Der Beamte muss sich am Landesgericht Linz verantworten.

Zeigt sich geständig

Verteidiger Daniel Katzel sagt, sein Mandant zeigt sich geständig und bedauere den Vorfall. Er möchte nicht nur bei der Aufklärung helfen, sondern den Schaden auch wieder gut machen. Der Spitzenbeamte hatte slowenische Ausgleichszulagenbezieher erfunden und so die Pensionen einkassiert. Er betrog die Pensionsversicherungsanstalt ab 2005 bis 2021.

Wo ist das Geld hin?

Auf die Frage, wo das Geld hin kam, gibt es bis jetzt jetzt keine klare Antwort. Rund 230.000 Euro hatte er seinen Eltern zukommen lassen- als Pensionserhöhung. Sie hatten keine Ahnung, wo das Geld tatsächlich her kam. 600.000 Euro konnte man in seinem Haus sicherstellen. Außerdem investierte er 180.000 Euro in Lebensversicherungen. Es finden sich allerdings keine LuxusArtikel im Haus und auch seine Ex-Partnerin hatte keinen Schimmer. Was mit dem Rest des Geldes, 386.000 Euro, passiert ist, muss noch ausgeforscht werden.

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