Vor dem Start in die US Open spricht Dominic Thiem über seine lange Zeit mysteriöse Krankheit, seinen Lieblings-"Oldie" und Tennis-Legenden als Trainer.
Montag Nacht unserer Zeit (ca 23 Uhr) ist es so weit. Gegen den Bosnier Mirza Basic (ATP Nr. 81) startet Dominic Thiem in die US Open – das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres.
Doch vorher spricht der bald 25-Jährige noch über seine Leidenszeit nach einer mysteriösen Krankheit, die ihn in den letzten Monaten schwer zu schaffen machte. "Mir ist es generell nicht gut gegangen. Ich hatte den Virus und Fieber und zum ersten Mal eine Harnwegsinfektion", erklärt der Niederösterreicher. "Irgendwie war das ganze Immunsystem komplett zerstört. Aber seit ich hier in New York begonnen habe, ist ist es von Beginn an normal gewesen."
Zuletzt gelangen Thiem in fünf Turnieren nur drei Siege, der Rausfall aus den Top Ten droht. Druck verspürt er aber keinen: "Ich habe halt kein einziges Turnier gescheit gespielt seit den French Open, und hoffe halt, dass ich die Kehrtwende schaffe. Wenn nicht, dann falle ich raus aus den Top Ten. Wenn das passiert kann ich auch nichts machen."
"Bei solchen Spielern kann man auch eine Großmutter in die Box setzen"
Dass mit Alex Zverev ein Rivale mit Ivan Lendl einen Altstar als "Supercoch" in sein Trainerteam geholt hat, lässt Thiem ebenfalls kalt. Ein lebende Tennis-Legende, wie zum Beispiel Boris Becker, als Trainer ist für ihn keine Option. "Ich würde sagen, dass Lendl der einzige Coach ist, der wirklich mit Murray schon was gemacht und bewiesen hat", erzählt der Niederösterreicher. "Bei Becker weiß ich nicht, wie viel der mit Djokovic gemacht hat. Aber ich glaube, dass man bei solchen Spielern auch irgendeine Großmutter in die Box setzen kann und die werden immer weit kommen."
Zudem wird Thiem gefragt, welchem der drei Altstars auf der Tour er die Daumen hält - Roger Federer, Rafael Nadal oder Novak Djokovic? Seine Antwort: "Am ehesten würde ich Nadal die Daumen drücken, dass er noch mal die Grand-Slam-Rekorde spannend macht."
(Heute Sport)