Bei Derby-Pleite präsentierte Ostbahn neuen Coach

In der letzten Runde vor der Winterpause präsentierte Stadtligist Ostbahn XI beim Bezirksderby gegen den Simmeringer SC seinen neuen Trainer Ernst Mader. Der ehemaliga Stadthallenkönig übernimmt die Simmeringer im Frühjahr und löst Interimscoach und Klub-Obmann Rene Pfeiffer ab.

Einen versöhnlichen Abschluss gab es für die Ostbahner im prestigeträchtigen Derby allerdings nicht. Unter Pfeiffer setzte es nach zwei Siegen die erste Niederlage, die Erfolgsserie des Abstiegskandidaten unter Neo-Coach Günter Schüller hält weiter an. Der SC feierte den dritten Sieg in Folge und schaffte den Sprung aus den Abstiegsrängen. 

Dabei begann das Bezirksderby plangemäß für die favorisierten Ostbahner. Fatum Kreka brachte die Hausherren vor knapp 400 Zuschauern in der 37. Minute in Führung. Mit der ersten Torchance der Gäste glich Manuel Eidler per Elfmeter noch vor der Pause aus (45+1.). In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offenes Spiel ohne große Torchancen. Die Entscheidung zugunsten der Gäste gelang Sasa Dimitrijevic in der 88. Minute aus abseitsverdächtiger Position. 

Hektische Schlussphase

Der Gegentreffer brachte Pfeiffer so sehr auf die Palme, dass der Interimscoach vom Schiedsrichter Werschnik auf die Tribüne verbannt wurde. "Dimitrijevic war einen Meter im Abseits", knurrte der Ostbahn-Obmann nach dem Spiel. In der Folge wurde das Spiel hitzig. In der Nachspielzeit gerieten einige Spieler aneinander. Mitspieler und Schiedsrichter mussten beruhigen, das Spiel stand am Rande eines Abbruchs, konnte aber zu Ende gespielt werden. 

Bei den SC-Funktionären war die Freude über den Derbyerfolg riesengroß: "Drei Spiele, neun Punkte. Wir haben einen Lauf", freute sich Günther Schüller über den Sieg, gestand aber ein: "Das Spiel hätte auch unentschieden ausgehen können, wir haben den Lucky Punch gesetzt." Ob der Erfolgscoach bei den Simmeringern bleibt, ist noch ungewiss. "Am Montag werden wir die Trainerfrage entscheiden, es ist auch eine finanzielle Frage", sagte SC-Obmann Srajhans. 

Mader will "voll angreifen"

Nun auch offiziell als neuer Coach präsentiert wurde Ernst Mader. Bereits in der Jugend kickte der 46-Jährige für die Hasenleitner, ehe er zur Wiener Austria wechselte. "Ich kenne den Verein gut", freut sich auch der neue Coach auf die neue Aufgabe. Hohe Ziele hat sich Mader für die kommende Saison gesteckt: "Im Frühjaahr wollen wir mitspielen. Aber nächstes Jahr voll angreifen." 

Ostbahn-Obmann Pfeiffer fiel der Abschied als Interimscoach der Simmeringer nicht leicht: "Einen Dank an die Mannschaft, es waren die schönsten fünf Wochen meines Lebens." Der Klub-Boss hält viel von der Arbeit seines neuen Coaches: "Er hat jetzt zwei Meistertitel in Serie geholt, er kennt sich also aus."
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