Die Kinofilme heutzutage werden immer länger, oft sind sie sogar nicht enden wollend und es wird unbequem, wenn sich dann auch noch die volle Blase bemerkbar macht. Diese Probleme gibt es bei den "Landjäger Kürzestfilm Festspielen" nicht, da dauern die Filme nämlich nur zwölf Sekunden. Am Donnerstag werden im Gartenbaukino die besten Kurzfilme vorgestellt – und anschließend abgestimmt welcher gewinnt.
Einen spannenden Film zu drehen in zwölf Sekunden ist eine Challenge, erklärt die Festival-Leiterin Michaela Bilgeri (42): "Es ist eine Kunst, in ganz kurzer Zeit eine Geschichte zu erzählen. Vor allem, wenn es ein Film ist und darin liegt auch die Schwierigkeit, 'Wie schafft man es in zwölf Sekunden, einen Überraschungsmoment zu schaffen, einen Twist reinzubringen'".
Kreative Köpfe konnten ihre Filme bis Anfang Juni einschicken und danach wurde entschieden, welche am Donnerstag präsentiert werden. Obwohl man auf den Social-Media Seiten auch viele kurze Videos sehen kann, hat es einen gewissen Flair die eigenen Videos auf so einer großen Leinwand zu sehen. "Man bekommt im Anschluss eine direkte Reaktion. 700 Leute können über deinen Film lachen und applaudieren", erklärt die Organisatorin einen weiteren Vorteil.
Außerdem ist der Aufwand ins Gartenbaukino zu fahren deutlich größer, als nach seinem Smartphone zu greifen, daher tendieren die Zuschauer beim Festival auch eher dazu, wirklich hinzusehen.
Die Videos sind auch langlebiger als auf Social Media, "denn es bliebt auf der Website und wir haben auch Kooperationen mit Vienna Shorts und Kino am Dach, wo die Filme einfach immer wieder in Erscheinung treten und nicht nur einen Tag in einer Story sind und wieder verschwinden".