Einen Tag vor der richtungsweisenden Parlamentswahl in Ungarn hat US-Präsident Donald Trump dem amtierenden Premier Viktor Orban offen den Rücken gestärkt – und gleichzeitig finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt.
Auf seiner Plattform "Truth Social" erklärte Trump, er sei bereit, "die volle wirtschaftliche Macht" der USA einzusetzen, um Ungarn zu unterstützen – allerdings unter der Voraussetzung, dass Orban im Amt bleibt. Man freue sich darauf, "in den künftigen Wohlstand zu investieren", der durch eine weitere Amtszeit Orbans entstehen werde.
Die Aussagen sorgen international für Kritik. Trump rief die ungarischen Wähler sogar direkt dazu auf, für Orban zu stimmen. Beobachter sprechen von einer klaren Einmischung in den Wahlkampf eines anderen Landes. Aus Washington hieß es dazu, man habe keinen wirtschaftlichen Druck ausgeübt – die Aussagen seien lediglich als Unterstützung zu verstehen.
Für Orban kommt die Unterstützung zur rechten Zeit. Nach über 15 Jahren an der Macht droht ihm laut Umfragen eine Niederlage. Die neue TISZA-Partei seines Herausforderers Peter Magyar liegt derzeit vorne.
Orban gilt als enger Verbündeter Trumps innerhalb der EU – gleichzeitig pflegt er auch gute Beziehungen zu Russlands Präsident Wladimir Putin. Die Wahl könnte daher nicht nur innenpolitisch, sondern auch geopolitisch weitreichende Folgen haben.