Ein Spaziergang mit dem Hund hat für eine 53-Jährige im Bezirk Steyr-Land ein schlimmes Ende genommen. Die Frau wurde am Donnerstagnachmittag (12. März) von der Steyrtal-Museumsbahn am Kopf erfasst und leicht verletzt – berichtet der ORF.
Die Hundebesitzerin war bei Garsten neben den Gleisen unterwegs. Ihr Vierbeiner lief ohne Leine herum. Als sie ihn schließlich anleinen wollte, beugte sie sich nach vorne – und ragte dabei mit dem Kopf genau über die Gleise.
Zur gleichen Zeit war ein 32-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land mit der historischen Lok auf einer Kontrollfahrt unterwegs. Gegen 15.50 Uhr entdeckte er die Frau und den Hund neben der Strecke.
Der Lokführer gab sofort ein lautes Pfeifsignal ab. Die Frau hörte den Zug zwar, war aber gerade damit beschäftigt, ihren Hund einzufangen. Der 32-Jährige leitete eine Notbremsung ein – doch bis die Bahn still stand, war es zu spät. Die Lok streifte die Frau am Kopf.
Der Lokführer sprang sofort aus der Lok und leistete Erste Hilfe. Kurz darauf wurden auch die Einsatzkräfte verständigt. Die 53-Jährige hatte großes Glück im Unglück. Sie erlitt nur leichte Kopfverletzungen und wurde zur Kontrolle ins Krankenhaus nach Steyr gebracht.
Der Hund blieb übrigens völlig unverletzt. Für ihn war es wohl nur ein kurzer Schreck - seine Besitzerin wird den Spaziergang neben der Bahnstrecke aber sicher nicht so schnell vergessen.
Die Steyrtalbahn ist übrigens keine gewöhnliche Zugstrecke. Sie gilt als älteste Schmalspurbahn Österreichs. Bereits 1889 rollten hier die ersten Züge durchs Steyrtal.
Heute ist die Strecke eine beliebte Museumsbahn. Die historischen Dampfloks und Waggons locken jedes Jahr zahlreiche Ausflügler, Familien und Eisenbahn-Fans an.