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Beinharter Abstiegsfight: Mattersburg siegt

Heute Redaktion
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Mattersburg kämpft Altach 5:4 (2:2) nieder. Ilco Naumoski erzielt den wichtigen Treffer zum 1:1-Ausgleich. Danach beobachtet er das Spiel von der Tribüne. Emotionsgeladen, wie es sich für ihn gehört.

Ja, Altach ist relativ weit vom Burgenland entfernt. Trotzdem müsste es sich bis nach Mattersburg herumgesprochen haben, dass Petr Vorisek ein relativ guter Freistoßschütze ist. Mattersburg-Keeper Stefan Bliem war das in der 29. Minute egal. Vorisek knallt den Ball aus 25 Metern in die Maschen. Ein Mann mehr in der dreiköpfigen Mauer des SVM hätte dieses Tor möglicherweise verhindert.
 

So steht es zu diesem Zeitpunkt bereits 2:1 in einem unterhaltsamen Kellerderby, in dem die Hausherren aus dem Burgenland früh den Ton angeben, aber dennoch in Rückstand geraten. Nach schöner Kombination kann Alexander Guem den Ball fast unbedrängt über Bliem zum 1:0 ins Tor lupfen (13.).
 

Sehenswertes Tor von Wagner

SVM-Coach Franz Lederer vertraut auf Thomas Wagner und Ilco Naumoski im Sturm. Beide sollten es ihm danken. Naumoski, der noch in ersten Hälfte verletzungsbedingt vom Platz muss und das Spiel von der Pressetribüne verfolgt, sorgt für das zwischenzeitliche 1:1. Für ihn kommt Carsten Jancker ins Spiel. Wagners Tor zum 2:2, bei dem er den weit vor dem eigenen Kasten stehenden Altach-Schlussmann Pepi Schicklgruber per Kopf überhebt, lässt die Fans der Heimmannschaft plötzlich wieder hoffen (45.).
 

In der 49. Minute fliegt ein Sessel zum ersten und nicht letzten Mal quer über die Pressetribüne. Der Grund: Ilco Naumoski freut sich sehr über den Führungstreffer zum 3:2. Manuel Seidl trifft aus knapp 30 Metern mit einem Prachtschuss. Die vermeintliche Vorentscheidung fällt in der 66. Minute: nachdem sich Cem Atan auf der rechten Seite gekonnt gegen Pa Ousman Sonko durchsetzt und den Ball zur Mitte bringt, hat Wagner keine große Mühe, zum 4:2 einzunetzen.
 

Es wird gezittert bis zum Schluss

Die Erleichterung ist in Mattersburg greif- und spürbar. Die Grünen sind drauf und dran, nach Ewigkeiten wieder ein Spiel zu gewinnen. Doch Mario Konrad schockt die Hausherren nur zwei Minuten später mit dem Anschlusstreffer zum 3:4 (48.). Es entwickelt sich ein beinharter Kampf gegen den Abstieg. Man merkt: in diesem Spiel kann noch alles passieren. So ist es Nedelljko Malic, der nach einem Eckball in der 70. Minute Mattersburg aus kurzer Distanz 5:3 in Führung schießt. Die Burgenländer bringen den Sieg sicher über die Zeit. Das Tor zum 4:5 durch Tomas Jun ist nur noch Ergebniskosmetik, auch wenn in der Nachspielzeit auf Seiten der Mattersburger bei zwei Eckbällen der Gegner noch gezittert wird und diverse Sessel einige Male unsanft zu Boden gehen. Mattersburg gibt die Rote Laterne an die Altacher ab.
 

SV Mattersburg - SCR Cashpoint Altach 5:4 (2:2)

Pappelstadion, 8.500

Tore: Naumoski (26.), Wagner (45., 66.), Seidl (49.), Malic (71.) bzw. Guem (12.), Vorisek (29.), Konrad (69.), Jun (90.)

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