Rätsel um "Green Boots" gelöst

Bekannte Everest-Leiche – nun ist Identität geklärt

Die sterblichen Überreste von Dorje Morup sollen nach 28 Jahren in der Todeszone des Mount Everest geborgen und ins Tal gebracht werden.
Newsdesk Heute
30.06.2026, 12:25
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Dorje Morup – so heißt laut DNA-Test der Tote, dessen Schicksal seit Jahrzehnten am Mount Everest für Aufsehen sorgt. Der damals 47-jährige Inder verlor im Mai 1996 bei einem schweren Sturm am höchsten Berg der Welt sein Leben.

Insgesamt starben damals acht Menschen. Die Gruppe war dem Gipfel schon ganz nah, als plötzlich das Wetter umschlug. Drei Bergsteiger drehten um, Morup, Tsewang Samanla und Tsewang Paljor gingen weiter. Sie kamen wenig später ums Leben. Bisher dachte man, Paljor sei jener berühmte "Green Boots".

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Bergung wird vorbereitet

Wie "NTV" berichtet, liegen die sterblichen Überreste seit 1996 in der sogenannten Todeszone – auf mehr als 8.000 Metern Seehöhe. Morups Leichnam ist wegen seiner auffälligen neongrünen Bergschuhe zu einer Art Wegmarke für andere Bergsteiger geworden. Er gilt als eines der bekanntesten Mahnmale für die Gefahren am Mount Everest.

Jetzt will die Indo-Tibetan Border Police den Leichnam in den kommenden Monaten bergen. Die Aktion soll zwischen Juni und September über die tibetische Seite des Bergs laufen. Dafür braucht es ein Unternehmen, das auf Bergungen in großen Höhen spezialisiert ist. Neben der schwierigen Arbeit am Berg braucht es auch viele Genehmigungen – unter anderem müssen die chinesischen Behörden in Tibet dem Abtransport zustimmen.

"Grausame Angelegenheit"

Alan Arnette, ein US-Bergsteiger und bekannter Everest-Blogger, sagte dem britischen "Guardian" zu den Plänen: "Ich bin froh, dass sie ihn herunterholen, aber es wird eine grausame Angelegenheit werden."

"Green Boots" liegt vollständig angezogen und zusammengekauert wie zum Schlafen in einer kleinen Felsnische – auf etwa 8.500 Metern, nur 350 Meter unter dem Gipfel. Ein rotes Fleece hat er sich über das Gesicht gezogen. Am Mount Everest liegen etwa 200 Leichen, weil eine Bergung oft zu gefährlich oder zu teuer ist.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 30.06.2026, 12:28, 30.06.2026, 12:25
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