Eroberung im Dezember?

Putin setzt neue Donbass-Deadline – Selenskyj spottet

Es ist ein erklärtes Kriegsziel von Putin: die Eroberung der Donbass-Region. Da dies noch immer nicht gelungen ist, spottet Selenskyj über Russland.
Newsdesk Heute
30.06.2026, 10:59
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Schon mehrfach habe der Kreml Fristen zur vollständigen Eroberung der gesamten Donbass-Region gesetzt, obwohl man diese bereits zu russischem Staatsgebiet erklärt hat. Fakt ist jedoch, dass die Ukraine noch immer Teile des Gebiets kontrolliert.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg will der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg bis Ende 2026 zu für ihn siegreichen Bedingungen beenden. Heißt: Die Russen wollen die gesamte Region bis zu diesem Zeitpunkt unter ihrer Kontrolle haben. In dem Bericht beruft sich Bloomberg auf Kreml-Insider.

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Frist mehrfach verschoben

Die nunmehrige Meldung hat beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für Spott gesorgt, berichtet "Krone". "Die politische Führung Russlands ist nach wie vor vom Donbass besessen. Sie hat sich bereits 15 Mal der Illusion hingegeben, den Donbass vollständig einnehmen zu können", sagte der ukrainische Staatschef in einer Videobotschaft.

Demnach habe Russland bereits im ersten Kriegsjahr fünf Fristen für die vollständige Eroberung gesetzt. Laut Selenskyj waren dies der 31. März, der 9. Mai, der 1. Juni, der 15. September und dann noch der 31. Dezember. Jeweils zwei Deadlines habe es in den Jahren 2023 und 2024 gegeben. Im Vorjahr hätten die Russen US-Präsident Donald Trump davon überzeugen wollen, dass die Ukraine bald fallen würde. Dafür habe man drei Endtermine genannt.

Auch heuer hätten die Russen den 31. März im Visier gehabt, verschoben den Termin dann aber auf September. Schlussendlich soll die vollständige Eroberung nun am 31. Dezember fix sein. Selenskyj meinte, dass auch diese Frist nicht realistisch sei. Ihm zufolge würde Putins Heer massive Verluste erleiden. Sie würden gegen eine "Mauer prallen".

Selenskyj: Russland will Krieg weiterführen

Selenskyj gab zu bedenken, dass "die eine Million Russen, die noch nicht in die russische Armee einberufen wurden und sich in den Warteschlangen an den Tankstellen streiten", darüber nachdenken sollten, was als Nächstes auf sie zukomme.

Der ukrainische Präsident betonte, dass sein Land den Krieg bereits mehrfach beenden wollte und Vorschläge übermittelt habe. Diese seien jedoch von Russland abgelehnt worden. Der Kreml habe den "klaren Willen", den Krieg weiterzuführen. Dem müsse man mit "so viel Widerstand wie möglich" begegnen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 30.06.2026, 10:59
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