Die Ukraine setzt Kreml-Chef Wladimir Putin unter Druck: Laut den Angaben des Portals "United24" wurden im Mai 16 und im Juni mindestens sechs russische Raffinerien beschossen und zeitweise außer Betrieb gesetzt. Dies macht sich nun auch auf dem Markt bemerkbar.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters ist die russische Benzinproduktion eingebrochen – im Juni lag sie rund 25 Prozent unter dem Durchschnittswert des Vergleichszeitraums im Vorjahr. In genauen Zahlen bedeutet dies, dass Russland täglich etwa 85.000 Tonnen Benzin produziert – deutlich zu wenig.
In den Sommermonaten benötigt das Land nämlich etwa 110.000 Tonnen Benzin pro Tag. Auch die laufenden Importe aus Belarus können die fehlenden 25.000 Tonnen nicht ersetzen. Die Lage ist demnach angespannt. Russische Raffinerien seien maximal ausgelastet.
Einem Bericht der "Moscow Times" zufolge erwägt die russische Regierung bereits ein vollständiges Exportverbot für Diesel. Auch Beschränkungen für den Verkauf von Diesel und Benzin wurden in vielen Regionen eingeführt. So sollen Kunden pro Tag nur 40 Liter pro Fahrzeug tanken dürfen.
Abhilfe soll nun Indien schaffen. Das Land gilt als wichtigster Abnehmer von russischem Rohöl. Laut "United24" wurden im Juni 2,66 Millionen Barrel pro Tag importiert – ein Rekordwert. Nun will Moskau offenbar das Benzin, welches in indischen Raffinerien aus dem russischen Rohöl gewonnen wurde, wieder zurückkaufen.