Berger: "Vettel hat seine besten Jahre hinter sich"

Österreichs Formel-1-Ikone Gerhard Berger, im Vordergrund Ferrari-Star Sebastian Vettel.
Österreichs Formel-1-Ikone Gerhard Berger, im Vordergrund Ferrari-Star Sebastian Vettel.Bild: picturedesk.com
Österreichs Motorsport-Legende Gerhard Berger spricht am Tag der Boliden-Enthüllung von Ferrari Klartext. Formel-1-Star Sebastian Vettel muss um seinen Rang zittern.
Ferrari stellte am Dienstag im Stadttheater von Reggio Emilia die neue "Rote Göttin" vor. Der Bolide für die kommende Formel-1-Saison wurde auf den Namen "SF1000" getauft, weil heuer die magische Marke von 1000 Ferrari-Grand-Prix' fallen wird.

Der Rennstall feierte sich und seinen neuen Boliden standesgemäß mit einer Show, in der auch Musik-Acts und Akrobaten zur Unterhaltung des Publikums beitrugen.



CommentCreated with Sketch.5 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Im Rahmen der Einstimmung auf die neue Saison sprach eine heimische Motorsport-Legende über sein ehemaliges Team. Gerhard Berger, heute Boss der Rennserie DTM, fuhr 1987 bis 1989 für die Scuderia in der Königsklasse.

Ferrari hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Die Italiener hatten den besten Motor, aber ein weiteres Mal gegenüber Mercedes und Weltmeister Lewis Hamilton klar das Nachsehen. Der 60-jährige Berger nahm sich kein Blatt vor den Mund.

Berger über Vettel



"Sebastian hat seine besten Jahre bereits hinter sich", lautet sein hartes Urteil über Superstar Sebastian Vettel. Der Deutsche ist vierfacher Weltmeister. Alle Titel holte er mit Red Bull. Bei Ferrari ist er nicht mehr unangefochten. In den letzten Jahren schlichen sich Fehler in seine Fahrten ein, die ihm wichtige Punkte und mitunter sogar Siege kosteten.

Nicht dem 32-Jährigen, sondern dem um zehn Jahre jüngeren Kollegen Charles Leclerc gehört die Zukunft. Das sieht auch Berger so.

Bei "Motorsport-Total.com" sagte er über Dynamik der Piloten: "Ich glaube, das ist einfach der Lauf der Dinge. Du bist Rennfahrer, du bist jung, aggressiv, schnell, erfolgreich. Das spielt alles für dich."



"Irgendwann kommt die Zeit, da kommst du ins letzte Drittel deiner Karriere, und die Jungen kommen von hinten nach und fangen an zu zwicken und zu beißen. Man wehrt sich dann dagegen - der eine ein bisschen länger, der andere ein bisschen weniger lang."

In dieser, letzten, Phase befände sich Vettel. Leclerc hingegen noch im ersten Drittel. Vettel sei in der kommenden Saison nicht chancenlos, aber: "Egal, wie es ausgeht: Am Ende des Tages hat Leclerc die Zukunft noch vor sich und Sebastian hat seine besten Jahre bereits hinter sich."







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