Hitze trifft Haustiere

Besitzer im Spital – Mehr Aufnahmen im TierQuarTier

Die Hitzewelle hat auch Folgen fürs TierQuartier: Immer mehr Haustiere müssen aufgenommen werden, weil ihre Besitzer ins Spital kommen oder sterben.
Wien Heute
07.08.2026, 05:30
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Die anhaltende Hitzewelle bringt nicht nur Menschen an ihre Belastungsgrenze, sondern hat auch spürbare Auswirkungen auf das Wiener TierQuartier. Immer häufiger müssen Hunde, Katzen und andere Haustiere kurzfristig aufgenommen werden, weil ihre meist älteren Besitzer wegen der extremen Temperaturen ins Krankenhaus eingeliefert werden oder sogar an den Folgen der enormen Hitzebelastung sterben.

"Im vergangenen Jahr 2025 haben wir insgesamt rund 567 Tiere aufgenommen, weil ihre Besitzer*innen verstorben oder ins Krankenhaus gekommen waren. Das sind im Jahresdurchschnitt etwa eineinhalb Tiere pro Tag."

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Hitzewelle sorgt für volles TierQuarTier

Während der ersten großen Hitzewelle dieses Sommers stiegen die Zahlen jedoch deutlich an. "Während der ersten großen Hitzewelle dieses Sommers waren es innerhalb weniger Tage bereits 30 Tiere von 18. Juli bis Ende Juli. Seit Beginn der aktuellen Hitzeperiode sind weitere 14 Tiere aus diesem Grund zu uns gekommen."

Besonders auffällig ist der Unterschied zum Durchschnitt. "Damit liegen die täglichen Aufnahmen in diesen Zeiträumen deutlich – teilweise bis zu 80 Prozent - über dem Jahresdurchschnitt."

Häufung während Hitzewelle "deutlich spürbar"

Zwar könne nicht in jedem Einzelfall bewiesen werden, dass die Hitze direkt verantwortlich sei. Dennoch heißt es aus dem TierQuartier: "Natürlich lässt sich im Einzelfall nicht immer eindeutig nachweisen, dass die Hitze der unmittelbare Auslöser war. Die Häufung während besonders heißer Tage ist für uns aber deutlich spürbar. Gerade ältere oder gesundheitlich vorbelastete Menschen sind durch die extremen Temperaturen besonders gefährdet und wenn sie plötzlich ins Krankenhaus müssen oder versterben, benötigen auch ihre Tiere sehr kurzfristig einen sicheren Platz."

Hitzemaßnahmen im Tierheim

Auch die Tiere im TierQuartier selbst leiden unter den hohen Temperaturen. Deshalb wird der Tagesablauf angepasst. "An besonders heißen Tagen wird der gesamte Tagesablauf an die Temperaturen angepasst. Spaziergänge finden möglichst früh am Morgen statt und werden deutlich verkürzt, um die Hunde vor Überhitzung zu schützen. Während der größten Hitze verbringen sie die Zeit in den kühleren Innenbereichen und erhalten zusätzliche Möglichkeiten zur Abkühlung."

Mit jeder neuen Hitzewelle steigt damit nicht nur die Belastung für Spitäler und Rettung, sondern auch für jene Einrichtungen, die sich kurzfristig um zurückgelassene Haustiere kümmern.

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