Über 30 Grad

"Sauheiß im Zimmer" – Seniorin klagt über Hitze in Heim

"Eine Klimaanlage gibt's nur am Gang", beschwert sich Heimbewohnerin Elisabeth S. Die Hitze ist für die COPD-Patientin in ihrem Zimmer unerträglich.
Thomas Peterthalner
06.08.2026, 05:30
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Brütende Hitze mit über 40 Grad bringen so manche Bewohner des Gustav-Klimt-Seniorenheims in Wien-Penzing an die Grenze der Belastbarkeit. "Bei uns ist es in den Zimmern sauheiß", klagt Bewohnerin Elisabeth B. (66). "Bei mir sind es über 30 Grad." Zwar gebe es auf dem Gang eine Klimaanlage, in den Bewohnerzimmern selbst müsse man aber ohne die dringend benötigte Kühlung auskommen.

Zimmertüre offen lassen

"Uns wurde geraten, die Zimmertüre offenzulassen, damit die kühle Luft hereinkommt. Doch da kann ja dann jeder reinschauen!" Die Außenbereiche sind wegen der Hitze sowieso nicht benutzbar. "Es ist unerträglich heiß am Balkon. Ich hab' draußen keine Luft mehr bekommen."

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"Zwei Ventilatoren helfen nicht mehr"

Um die Hitze erträglicher zu machen, setzt die Wienerin auf Vfentilatoren. Doch auch diese würden nach mehreren Tagen mit bis zu 40 Grad Außentemperatur kaum mehr helfen. "Ich habe zwei Ventilatoren im Zimmer, aber die verteilen nur noch warme Luft." Die Hitze würde ihr das Leben als COPD-Patientin erschweren. "Ich leg’ mir Coolpacks auf, sonst geht es nicht." Die Wienerin fühlt sich mit ihren Sorgen alleine gelassen.

"Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad ist es völlig unverständlich und inakzeptabel, dass städtische Pflegeeinrichtungen und Pensionistenheime in Wien noch immer nicht ausreichend gegen extreme Hitze geschützt sind", so FPÖ-Wien-Gesundheitssprecherin Angela Schütz. Gerade ältere Menschen zählen bei Hitzewellen zu den besonders gefährdeten Personengruppen. Hohe Temperaturen können den Kreislauf massiv belasten und gesundheitliche Folgen haben.

Kühle Zonen stehen bereit

Bei "Häuser zum Leben" reagierte man sofort. "In allen 29 Häusern zum Leben stehen klimatisierte Bereiche wie Gasthäuser, kleine Säle und Aufenthaltsbereiche der stationären Pflege zur Verfügung, die als kühle Zonen dienen", so eine Sprecherin zu "Heute". "Diese Bereiche bieten allen Bewohnern auch an besonders heißen Tagen Rückzug, Entlastung und Erholung. Die Wohnungen im Bestandsgebäude wurden ursprünglich nicht für eine nachträgliche Einzelklimatisierung geplant. Daher würde der Einbau individueller Klimageräte erhebliche technische, bauliche und betriebliche Herausforderungen mit sich bringen."

Angesichts der aktuell ungewöhnlich hohen Außentemperaturen lege man natürlich "besonderes Augenmerk auf die Betreuung und Information unserer Bewohner". Man setze auf ein umfassendes Hitzeschutzmodell mit niederschwelligen Abkühlungsangeboten.

Kühlung in Neubauten

"Bei Neubauten, Sanierungen und laufenden Betriebsprozessen arbeiten die Häuser zum Leben mit einem durchdachten Hitzeschutz-Maßnahmenkatalog und sorgen mit Wärmedämmungen, Begrünungen sowie Wand- und Deckenkühlsysteme für stabile und angenehme Raumtemperaturen. Die Kühlsysteme werden vielerorts über Photovoltaikanlagen auf den Dächern klimaneutral mit Strom versorgt", heißt es auf Anfrage.

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