Die Debatte um die Zukunft der Wiener Eisstadthalle spitzt sich weiter zu. Während die traditionsreiche Sportstätte seit Monaten geschlossen ist, wächst der politische Druck. Die Wiener ÖVP fordert nun ein klares Bekenntnis von SPÖ-Stadtrat Peter Hacker zum Erhalt der Halle.
Mehr als 2.000 Menschen haben mittlerweile die Petition "Rettet die EisStadthalle!" unterschrieben. Für die Wiener Volkspartei ist das ein deutliches Signal, dass eine dauerhafte Schließung für viele Wiener keine Option ist.
"Die EisStadthalle ist eine der wichtigsten Sportstätten Wiens und für den Leistungs-, Breiten- und Nachwuchssport unverzichtbar", sagt Sportsprecherin Kasia Greco. Sie fordert, dass die Stadt "die notwendigen Mittel für die Erneuerung der Kühlanlage sowie die Modernisierung der Technik bereitstellen" müsse. "Eine Schließung darf keine Option sein."
Besonders betroffen wäre laut Bezirksparteiobmann Felix Ofner der 15. Bezirk. Viele Kinder würden dort seit Generationen Eislaufen lernen. "Gerade Schulklassen können nicht quer durch Wien fahren. Das wäre ein massiver Rückschritt für das Sportangebot in Rudolfsheim-Fünfhaus und den Südwesten Wiens", warnt er.
Die EisStadthalle ist seit dem Eurovision Song Contest im Mai geschlossen. Damals wurde das Eis abgetaut und die rund 70 Jahre alte Ammoniak-Kühlanlage außer Betrieb genommen. Nach einer Panne soll die veraltete Anlage überprüft werden. Ob die Ganzjahres-Eishalle saniert oder dauerhaft geschlossen wird, ist weiterhin offen.
Greco und Ofner verlangen deshalb eine rasche Entscheidung. "Die Wienerinnen und Wiener wünschen sich derzeit vor allem eines: Abkühlung. Ein klares Ja zum Erhalt der EisStadthalle wäre in diesen Tagen wohl die erfrischendste Entscheidung, die SPÖ-Stadtrat Hacker für den Sport in unserer Stadt treffen könnte."