Die anhaltende Hitzewelle sorgt jetzt auch in der heimischen Kulturszene für Alarmstimmung. Zahlreiche bekannte Schauspieler und Künstler wenden sich mit einem offenen Brief an die Bundesregierung und verlangen rasche Maßnahmen gegen Gluthitze und Klimawandel.
Initiiert wurde der Appell von Schauspielerin Valerie Huber. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Ursula Strauss, Cornelius Obonya, Stefanie Reinsperger, Verena Altenberger, Robert Palfrader, Michael Ostrowski, Simon Schwarz, Patricia Aulitzky, Lilian Klebow und Sängerin NESS.
Der Brief trägt den Titel "Es brennt. Brechen Sie das Schweigen. Handeln Sie jetzt." Darin zeichnen die Kunstschaffenden ein dramatisches Bild der aktuellen Lage. "Europa erlebt einen Sommer der Extreme", heißt es in dem Schreiben. Mehr als 300.000 Menschen hätten ihre Heimat verlassen müssen, Tausende Menschen seien an den Folgen extremer Hitze gestorben. Wälder brennen, Ernten vertrocknen und Böden trocknen aus.
"Die Klimakrise ist keine Bedrohung der Zukunft mehr – sie ist unsere Gegenwart", warnen die Promis. Jeder verlorene Tag verschärfe die Folgen und koste Gesundheit, Sicherheit und Menschenleben.
Besonders deutlich wird der Brief gegenüber der Bundesregierung. "Politisches Nicht-Handeln angesichts einer wissenschaftlich eindeutig belegten Krise ist keine neutrale Entscheidung", heißt es. Die Regierung müsse sich fragen lassen, ob ihre Politik die Sorgen jener Menschen ausreichend vertrete, die besonders unter der Hitze leiden. Die Unterzeichner fordern, dass sich die Bundesregierung öffentlich zur aktuellen Lage äußert und den Schutz der Bevölkerung vor Hitze, Dürre und Extremwetter zur Priorität macht.
Konkret verlangen die Kunstschaffenden unter anderem ein wirksames Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Maßnahmen, mehr Investitionen in Klimaanpassung, die Umsetzung des angekündigten Sanierungspakets für Gebäude sowie ein Ende klimaschädlicher Subventionen für fossile Energieträger.
Zum Abschluss richten die Unterzeichner einen eindringlichen Appell an die Regierung: "Beim Klimaschutz zählt jedes Zehntel Grad. Jede vertagte politische Entscheidung und jeder weitere Hitzesommer ohne Schutzmaßnahmen kostet Menschenleben." Die Botschaft des offenen Briefs fällt unmissverständlich aus: "Es ist Zeit zu handeln. Nicht nächstes Jahr. Nicht morgen. Jetzt."