Dürre, mehr Verbrauch

Rekord-Hitze – so steht es um Wiens Wasserversorgung

Trotz extremer Temperaturen gibt Wien Entwarnung: Trinkwasser- und Stromversorgung sind derzeit vollständig abgesichert.
Newsdesk Heute
06.08.2026, 08:29
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Die Rekord-Hitze treibt den Wasserverbrauch in Wien massiv nach oben. Dennoch gibt die Stadt Entwarnung: Sowohl die Versorgung mit Trinkwasser als auch mit Strom ist trotz der anhaltenden Hitzewelle derzeit vollständig gesichert.

Am vergangenen Montag wurden in Wien rund 500.000 Kubikmeter Wasser verbraucht – das sind etwa 25 Prozent mehr als im Durchschnitt. Im Juni wurde mit rund 600.000 Kubikmetern pro Tag sogar ein noch höherer Spitzenwert erreicht. Dass die aktuelle Hitzewelle mitten in die Ferienzeit fällt, bremst den Verbrauch etwas, weil sich weniger Menschen in der Stadt aufhalten.

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Kein Grund zur Sorge

Für Engpässe sieht die Stadt dennoch keinen Anlass. Wien wird über 70 Quellen in Niederösterreich und der Steiermark sowie 30 Grundwasserbrunnen im Wiener Becken versorgt. Zusätzlich stehen 31 Wasserbehälter zur Verfügung, 29 davon befinden sich direkt im Stadtgebiet.

Auch für die Zukunft wird investiert. Ein riesiger Wasserbehälter bei Neusiedl am Steinfeld wird derzeit erweitert und soll künftig rund eine Milliarde Liter Wasser speichern können. Gemeinsam mit dem neuen Wasserwerk auf der Donauinsel und dem Ausbau des Leitungsnetzes ist das Teil der Strategie "Wiener Wasser 2050", mit der die Versorgung langfristig abgesichert werden soll.

Trotz der guten Ausgangslage appelliert die Stadt an die Bevölkerung, sorgsam mit Trinkwasser umzugehen. Jeder könne dazu beitragen, die wertvolle Ressource zu schonen.

Auch Stromversorgung gesichert

Auch bei der Stromversorgung gibt es derzeit keine Probleme. Wien Energie setzt in den Sommermonaten verstärkt auf Strom aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft. Nach Angaben des Unternehmens werden derzeit sogar Spitzenwerte bei der Erzeugung aus erneuerbaren Energien erreicht.

Zwar können hohe Wassertemperaturen die Leistung thermischer Kraftwerke verringern, dennoch sei die Stromversorgung dank des breit aufgestellten Kraftwerksparks gesichert. Laufende Wartungsarbeiten werden außerdem so abgestimmt, dass jederzeit genügend Kapazitäten für die Netzstabilität vorhanden sind.

Lokale Stromausfälle kommen im Sommer zwar immer wieder vor – meist durch Baustellen, vereinzelt aber auch durch Hitze und ausgetrocknete Böden. Insgesamt hat sich die Zahl der Ausfälle trotz häufiger Hitzewellen im langjährigen Vergleich jedoch kaum verändert. Laut Wien Energie verfügt die Bundeshauptstadt weiterhin über eines der sichersten Stromnetze Europas.

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