Wenn die Tage kürzer werden, fühlen sich viele Menschen plötzlich müde, antriebslos und schlafen trotzdem nicht besser oder länger. Ein paradoxes Phänomen, das jedes Jahr im Winter besonders deutlich wird.
Doch warum ist das so? Und wie lässt sich der eigene Schlafraum so optimieren, dass man erholter in den Tag startet?
Mit dem frühen Einbruch der Dunkelheit steigt der Melatoninspiegel – wir werden müder, obwohl wir nicht unbedingt mehr schlafen. Expert:innen gehen davon aus, dass wir im Winter etwas mehr Erholung brauchen, weil Tageslichtphasen kürzer sind und der Körper schwerer in den Wachmodus kommt.
Dazu kommen weniger Bewegung und Jahresendstress, was das typische Winter-Trägheitsgefühl verstärkt.
Einen guten Überblick über saisonale Schlaftrends liefert die Österreichische Gesundheitsbefragung.
Genau hier kannst du mit Gemütlichkeit und ein paar Handgriffen ordentlich nachhelfen.
Gerade zum Winterbeginn lohnt sich ein Blick auf das eigene Schlafumfeld. Kleine Anpassungen bringen oft überraschend viel.
Ideal sind 18–19 Grad. Das klingt kühl – ist aber optimal, damit der Körper in die Tiefschlafphase kommt. Wer zu warm schläft, wacht häufiger auf und schläft weniger tief.
Winterbettwäsche aus Naturmaterialien (Baumwolle, Leinen, Bambus), zusätzliche Layer wie Plaids oder Wolldeinen und Feuchtigkeitsregulierende Stoffe, damit es nicht klamm wird.
Gerade im Winter lohnt sich auch ein Upgrade beim Schlafkomfort – etwa ein gutes Boxspringbett, das Körper und Rücken gleichmäßig unterstützt.
Feuchtigkeit, Kälte und Temperaturunterschiede machen alten Matratzen besonders zu schaffen. Wer jede Nacht durchwälzt, wacht müde auf – auch nach acht Stunden.
Nach Sonnenuntergang ist warmes, gedimmtes Licht Gold wert. Kaltes, weißes Licht signalisiert dem Gehirn "Tag" – genau das, was wir im Winter nicht brauchen.
Lavendel, Zirbe und Zeder wirken nachweislich beruhigend und senken den Puls. Ein paar Tropfen im Diffuser oder ein Zirbenkissen reichen oft schon.