Von Firmenbus erfasst

Beste Freundinnen auf E-Scooter – nun ist eine tot

Zwei Mädchen (12) waren zu zweit auf einem E-Roller unterwegs, als sie mit einem Firmenbus kollidierten. Eine der Freundinnen starb sofort.
Victoria Carina  Frühwirth
30.04.2026, 21:30
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Der Schock in Oberndorf an der Melk sitzt tief. Am Mittwochabend kam es auf der B29 im Gemeindegebiet zu einem tödlichen Verkehrsunfall: Zwei zwölfjährige Mädchen aus dem Bezirk Melk waren gemeinsam auf einem E-Scooter unterwegs, als es im Kreuzungsbereich mit der L6140 zur Kollision mit einem Kleintransporter kam.

Tödlicher Unfall auf Kreuzung

Laut Polizei fuhr ein 23-jähriger Mann aus dem Bezirk Scheibbs am Mittwoch gegen 17.55 Uhr auf der B29 aus Richtung Diesendorf in Richtung Oberndorf. Zur selben Zeit waren die beiden Mädchen auf der L6140 unterwegs. Im Kreuzungsbereich dürfte die Lenkerin des E-Scooters zunächst angehalten haben und anschließend in die Kreuzung eingefahren sein, um links in Richtung Diesendorf abzubiegen.

Der 23-Jährige habe laut Polizei "habe noch eine Vollbremsung samt einem Ausweichmanöver eingeleitet, jedoch kam es zu einer Kollision zwischen dem Pkw und dem E-Scooter." Die Mitfahrerin des E-Scooters erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Die Lenkerin des E-Rollers wurde schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 2 in das Universitätsklinikum Linz geflogen. Der Lenker des Kleintransporters blieb bei dem Unfall unverletzt.

"Natürlich tragisch"

Der tödliche Unfall passierte auf der Freilandstraße vor Oberndorf außerhalb des Gemeindegebiets. Oberndorfs Bürgermeister Walter Seiberl (VP) zeigt sich im "Heute"-Gespräch betroffen: "Natürlich ist das Unglück tragisch! Die Mädchen kamen aus der Nachbargemeinde."

Der Unfall beschäftigt nun auch die Gemeinde. "Aber auch hier in Oberndorf überlegen wir jetzt, was geeignete Maßnahmen sind. Der E-Roller ist als Verkehrsmittel eine Attraktion geworden, Jugendliche sind sich der damit verbundenen Gefahr gar nicht bewusst", so Seiberl weiter.

Deshalb wolle man vor allem bei Kindern und Jugendlichen ansetzen. Sensibilisierungen an Schulen werden angedacht. "Die Schüler sollen die Gefahr erkennen", sagt der Bürgermeister gegenüber "Heute".

Gesetzesänderung ab 1. Mai

Der tödliche Unfall ereignete sich nur zwei Tage vor Inkrafttreten strengerer E-Scooter-Regeln. Ab 1. Mai 2026 werden E-Scooter nämlich rechtlich klarer geregelt. Für unter 16-Jährige gilt dann Helmpflicht, die Mitnahme weiterer Personen ist verboten. Auch die Promillegrenze wird von 0,8 auf 0,5 gesenkt.

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Außerdem müssen E-Scooter laut ÖAMTC künftig unter anderem mit Klingel beziehungsweise Hupe und Blinkern ausgestattet sein. E-Scooter dürfen dort fahren, wo auch Radverkehr erlaubt ist. Für E-Mopeds folgen übrigens weitere Verschärfungen ab Oktober 2026.

Zahl der Toten fast verdoppelt

Hintergrund der Novelle sind alarmierende Unfallzahlen. Wie "Heute" berichtete, starben 2024 in Österreich 39 Radfahrer, E-Scooter-Lenker und E-Biker im Straßenverkehr. 2025 waren es bereits 71 Tote – die Zahl hat sich damit beinahe verdoppelt.

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Auch die Bundesregierung hatte die neuen Regeln mit der steigenden Zahl an Unfällen begründet. Verkehrsminister Peter Hanke sagte bereits im Zuge der Reform: "E-Scooter sind Fahrzeuge, keine Spielzeuge – und sie müssen auch so behandelt werden."

Für die Familie des getöteten Mädchens kommen die neuen Regeln jedoch zu spät. In Oberndorf hofft man nun, dass der tragische Unfall zumindest andere Jugendliche für die Gefahr sensibilisiert.

{title && {title} } VF, {title && {title} } 30.04.2026, 21:30
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