Spaniens Pedro Porro machte mit seinem Traumtor zum 2:0 endgültig alles klar und wurde nach dem WM-Halbfinale gegen Frankreich zum "Spieler des Spiels" gewählt. Danach verriet Pedro Porro, warum sein Jubel so emotional ausgefallen war.
Der 26-Jährige setzte sich nach seinem Treffer im Schneidersitz auf den Rasen und streckte die Faust in den Himmel. Die Geste galt seinem kleinen Sohn, der das Spiel krank mit Fieber im Hotel verfolgen musste. "Er konnte heute nicht hier sein", erklärte Porro. Vor der WM habe ihm sein Sohn ein Foto geschickt – mit genau diesem Jubel.
Nach dem Schlusspfiff dachte der Spanier sofort an seine Familie. Gemeinsam mit seiner Mutter verfolgte sein Sohn den Finaleinzug vom Hotelzimmer aus. "Das war ein sehr emotionaler Moment", sagte der Tottenham-Profi und hoffte, dass es dem Jungen schon bald wieder besser gehe.
Dabei ging auch der Matchwinner selbst an seine Grenzen. In der 83. Minute musste Porro völlig erschöpft ausgewechselt werden. "Ich konnte wirklich nicht mehr", gab er nach der Partie zu. Die Auszeichnung als bester Spieler wollte er deshalb nicht überbewerten. "Das ist der Verdienst der ganzen Mannschaft."
Für Porro ist die WM ohnehin ein persönliches Märchen. Noch vor wenigen Wochen kämpfte er mit den "Spurs" bis zuletzt gegen den Abstieg aus der Premier League. Jetzt steht der Außenverteidiger mit Spanien im WM-Finale und darf vom größten Titel seiner Karriere träumen.