"War sehr dramatisch"

Bewohner müssen vor Flutwelle in Obergeschosse flüchten

Nach den schweren Unwettern und Murenabgängen im Ötztal in Tirol laufen die Aufräumarbeiten nun an.
Newsdesk Heute
30.07.2026, 10:16
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Bange Stunden Mittwochabend in Tirol: Eine schwere Unwetterzelle zog über das Ötztal hinweg. Dabei kam es zu mehreren Murenabgängen, im Raum Sölden wurde deshalb um 22.15 Uhr auch ein AT-Alert ausgelöst. Denn die Erdmassen trafen direkt in die Ötztaler Ache, auf der in Folge eine Flutwelle ausgelöst wurde.

"Es war kurzzeitig sehr dramatisch", schildert Tirols Landes-Feuerwehrinspektor Rene Staudacher im Ö1-Morgenjournal. Personen haben sich in die Obergeschosse begeben müssen, weil man nicht wusste, wie sich die Flutwelle ausbreiten wird. Am Ende blieb es glücklicherweise bei infrastrukturellen Schäden.

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Boden 40 cm tief ausgetrocknet

Und jetzt kommt noch dazu die dritte große Hitzewelle. Besonders die Waldbrandgefahr wird in den nächsten Tagen enorm sein. "Das heurige Jahr ist ganz besonders", sagt Staudacher. Für die Feuerwehr sei die Situation dadurch "äußerst prekär". Die Böden sind teilweise bis zu 40 Zentimeter in die Tiefe hin ausgetrocknet.

Brände können sich dadurch als "Erdfeuer" auch unterirdisch ausbreiten. Oberflächlich ist der Brand dadurch nicht sichtbar, was den Einsatz für die Feuerwehrleute besonders belastend macht. Bodenkräfte müssen dann das gesamte Erdreich umwühlen.

Österreich sei grundsätzlich gut vorbereitet und die Kräfte gut ausgebildet. Ob Zigaretten oder Grillen: "Derzeit sollte jeder Funke einfach vermieden werden". Vieles, wie z. B. Blitzschläge, könne man aber nicht vorhersehen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 30.07.2026, 10:16