Bickel: "Einige Trainer" sagten wegen Umfeld ab

Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel sprach nach den schwierigsten Wochen seiner Amtszeit Klartext und verriet pikante Details.
Durch die Installation von Didi Kühbauer als neuer Trainer von Rapid Wien ist in Hütteldorf etwas Ruhe eingekehrt. Die Klub-Ikone stellt den harten Fan-Kern zufrieden.

Der hatte sich die Wochen zuvor die Seele aus dem Leib geschrieen, um Kühbauers Vorgänger Goran Djuricin aus dem Amt zu hebeln. Mit Erfolg: "Gogo" lieferte nicht die erwünschten Ergebnisse, die Mannschaft blieb Leistung schuldig, Sportdirektor Fredy Bickel zog die Reißleine und beurlaubte den Coach.

Bickel über Fan-Problematik



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Für den Schweizer war es eine schwere Entscheidung, wie er mehrfach medial betont hat. Nun blickt er im aktuellen "Sportmagazin" auf die harten Wochen zurück und nimmt sich dabei kein Blatt vor den Mund. Wie in den Stunden direkt vor und nach der Entlassung von Djuricin nimmt er den Ex-Coach in Schutz. Woran er gescheitert sei? "Am Druck."

Bickel: "Der Block West hat klar seine Meinung kundgetan. Was er dabei außer Acht ließ, ist, dass damit Tür und Tor für alle anderen geöffnet wurde. Wenn ich meine Mails anschaue, kommen die von Leuten, die kaum mehr oder gar nicht ins Stadion kommen oder irgendwo auf der Tribüne sitzen. Das sind ganz eindeutig die Schlimmsten."

Über den Inhalt verrät er nichts. Auch die Episode, als ihm nach dem Cup-Aufstieg in Mattersburg, das letzte Spiel unter Djuricin, die Autoreifen aufgestochen wurden, will er nicht mehr kommentieren.

Trainer sagten ab



Der 53-Jährige gibt zu, vor seinem Amtsantritt im Dezember 2016 unterschätzt zu haben, worauf er sich einließ. Obwohl ihn der österreichische Trainer-Export Adi Hütter – heute Frankfurt, damals Bern – vorgewarnt habe: "Wenn du Rapid überstehst, überstehst du alles!"

"Mir war nicht bewusst, was für eine Kraft da ins Rollen kommt und dass du der machtlos gegenüberstehst. Bei einem kleinen Zündeln gibt es gleich einen großen Flächenbrand, der den ganzen Klub, die Stadt, die Region erfasst", gesteht Bickel.

Pikant: "Einige Trainer haben aus diesem Grund auch klar mitgeteilt, dass sie für Rapid kein Thema wären, weil sie sagen: 'Unglaublich, womit du dich hier herumschlagen musst.'" (Heute Sport)

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