Bickel zur Rapid-Krise: "Ist auch eine Qualitätsfrage"

Bickel spricht Klartext.
Bickel spricht Klartext.Bild: Gepa Pictures/ Walter Luger
Heute steigt für Rapid im Cup in St. Pölten das Spiel der Wahrheit. Im "Heute"-Interview spricht Sportdirektor Fredy Bickel über die Krise und neue Spieler.
Heute": Trainer Damir Canadi steht in der Kritik, Sie stärken ihm den Rücken. Ist er noch Rapid-Trainer, wenn er im Cup heute ausscheidet?

Bickel: „Davon gehe ich aus. Ich mache einen Trainerwechsel aber generell nicht vom Resultat abhängig. Es ist wie bei einer Beziehung: Wenn es nicht mehr passt, muss man sich trennen. Derzeit denke ich, dass es passt."

Auch die Spieler stehen unter Beschuss. Einige Experten meinen, es fehlt Ihnen an Qualität, andere, an Mentalität. Was meinen Sie?

„Wenn gleiche Fehler immer wieder passieren, kann ich den Vorwurf der mangelnden Qualität nachvollziehen. Ein Mentalitätsproblem sehe ich aber nicht – bis auf das 1:1 gegen Mattersburg, da haben sich einige ihrem Schicksal ergeben. Generell haben wir aber Typen, die sich wehren, die andere mitreißen. Es ist derzeit nur jeder mit sich selbst beschäftigt."

Wer ist Schuld an der Krise?

"Es ist eine Kopffrage"

Ex-Meistertrainer Peter Pacult meinte zuletzt im „Heute"-Interview, Canadis Defensiv-System passe nicht zu Rapid. Ist das so?

Fredy Bickel ist gelernter Kaufmann. Der Schweizer arbeitete nach der Ausbildung vier Jahre als Buchhalter bei der Mode-Zehnder AG. Später war er Radiomoderator und Journalist. Als Pressesprecher von Grasshopper Zürich kam er zum Fußball. Mit dem FC Zürich wurde der 51-Jährige als Sportchef drei Mal Schweizer Meister. Seit Dezember 2016 ist er Sportdirektor bei Rapid. Bickel liebt Schlager und Cabrios.
„Es ist bei uns keine System- oder Aufstellungsfrage, sondern eine Kopffrage. Ich erwarte mir heute in St. Pölten, dass sich die Spieler noch mehr zusammenreißen, dass sie bereit sind."

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„Sie macht ihm zu schaffen. Mit seiner Ruhe hilft er uns aber."

Wird es im Sommer im Kader einen großen Umbruch geben?

„Da haben wir nicht viel Handlungsspielraum. Eine Meisterschaft gewinnst du aber ohnehin nicht auf dem Transfermarkt, sondern nur über Teamgefüge und Charakter."

(hm)
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