"Wenn Bildungsminister Wiederkehr von einer Aufholjagd in der Bildung spricht, ist das pure Ankündigungspolitik. Denn nicht die Anzahl der Reformen ist entscheidend, sondern ob Kinder lesen, rechnen, schreiben können. Während man im Ministerium in Wien laufend neue Modelle entwickelt, neue Begriffe und Schulfächer erfindet, kämpfen Lehrer täglich mit ganz anderen Problemen: zu wenig Deutschkenntnisse, Bürokratie, Unterrichtsstörungen, mangelnder Respekt, digitale Ablenkung und sinkende und teilweise kaum vorhandene Grundkompetenzen", so FPÖ Niederösterreich Bildungssprecher und Landtagsabgeordneter Helmut Fiedler im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag.
Für das titelgebende bessere und "gescheite NÖ" brauche es laut dem Freiheitlichen vier Punkte für einen "Kurswechsel":
"Deutsch ist der Schlüssel, Deutsch ist keine Schikane. Deutsch ist die Eintrittskarte in Bildung", so Fiedler und fordert verpflichtende Sprachstandsfeststellungen, konsequente Deutschförderung bereits im Kindergarten, klare Erwartungen an Eltern und mehr Unterstützung für Lehrer sowie deutlich mehr Integrationsbereitschaft.
"Lehrer stärken und nicht mit Dokumentation, Verwaltung und Vorgaben überhäufen", so Fiedler und ging auf ein kürzlich verschicktes Rundmail des Zentralausschusses der NÖ Landeslehrer ein. Darin stand sinngemäß, dass kein Nicht genügend uneingeschränkte Sommerferienfreude bedeuten würde. "Wer Lehrer bei einer korrekten Beurteilung nach Schulschluss unter Rechtfertigungsdruck setzt, schwächt ihre Autorität", so Fiedler.
"Handy und KI sind Werkzeuge, nicht Ersatzhirn. Während das Ministerium neue Unterrichtsfächer wie Medien und Demokratie oder Künstliche Intelligenz einführt, fragen sich viele Lehrer zu Recht: Sind diese neuen Unterrichtsfächer nicht bereits durch die Unterrichtsprinzipien abgebildet?", so Fiedler und fordert klare Handyregeln, rechtliche Sicherheit für Lehrer, Schutz vor Cybermobbing, KI-Regeln für Hausübungen und Prüfungen.
"Leistung ist kein Schimpfwort. Nicht Schönreden. Nicht Wegschauen. Keine Noteninflation! Sondern ehrliche Rückmeldungen, auch wenn Ziele nicht erreicht werden, da Bildung nur mit Anstrengung funktionieren kann", sagt Fiedler.
Abschließend fasst Fiedler zusammen: "Die FPÖ will eine Schule des Hausverstandes. Eine Schule, in der Deutsch verbindet, Lehrer wieder unterrichten können, Technik sinnvoll eingesetzt wird, Leistung anerkannt wird und Kinder auf das Leben in unserer Heimat Österreich vorbereitet werden. Bildung ist kein Experimentierfeld. Für ein besseres Niederösterreich braucht es ein gescheites Niederösterreich!"