Bill Kaulitz (36) ist gerichtlich gegen den Berliner AfD-Politiker Julian Adrat (35) vorgegangen – mit Erfolg. Hintergrund waren mehrere Beiträge in den sozialen Medien, die sich gegen den Musiker richteten.
Das Landgericht Hamburg erließ auf Antrag der von Kaulitz beauftragten Kanzlei eine einstweilige Verfügung gegen Adrat. Dem Politiker wurde vorläufig per Eilentscheidung untersagt, bestimmte Aussagen über den Sänger weiter zu verbreiten.
Der AfD-Politiker sei zuvor aufgefordert worden, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Dies habe er abgelehnt, woraufhin Kaulitz vor Gericht zog.
Auslöser waren mehrere Beiträge auf der Plattform X, die Adrat im März 2026 veröffentlichte. Er hatte unter anderem eine Haarpflegewerbung des Musikers als "zivilisatorischen Totalschaden" bezeichnet.
In einem weiteren Beitrag griff er Kaulitz persönlich an und nahm dessen Homosexualität zum Anlass für herabsetzende Aussagen. Das Gericht bewertete die Äußerung als unzulässig und sprach von einer "massiven Abwertung", die den Musiker "gezielt diffamiert".
Im Podcast "Kaulitz Hills" zeigte sich Bill trotz des juristischen Erfolgs entspannt: "Ich mahne so etwas eigentlich gar nicht ab." Im konkreten Fall habe er sich jedoch bewusst für ein Vorgehen entschieden. Einem Politiker, der "so freche Sachen" schreibe, dem könne man "mal einen reinwürgen".
Adrat ist es nun untersagt, die entsprechende Aussage weiterzuverbreiten. Bei einem Verstoß droht ihm ein Ordnungsgeld. Der ursprüngliche Post wurde bereits gelöscht.