Schon zu Wochenbeginn kletterten die Temperaturen in Wien wieder auf bis zu 36 Grad, bis Freitag bleibt es heiß, Regen ist kaum in Sicht. Laut Prognosen klettert das Thermometer in Wien bis Freitag täglich auf bis zu 33 Grad. Nächstes Wochenende droht dann wieder extreme Hitze – am Samstag sind 35 Grad möglich. Am Sonntag soll es dann mit 37 Grad am heißesten werden.
"Sonnenschein und Hitze haben Österreich wieder fest im Griff und die Hitze wird sich in den nächsten Tagen noch verschärfen. Wer Meteorologe ist und sich mit dem Thema auseinandersetzt und über diesen Sommer analysiert, berichtet oder nachdenkt und das Wort Klimawandel dabei nicht erwähnt, der hat irgendwie im Studium etwas versäumt, glaube ich", meinte Top-Metorologe Marcus Wadsak in einem Clip auf Facebook – und sorgte damit für eine heiße Diskussion.
Auf der heute.at-Facebookseite gab es zu der Story rund 500 Kommentare. Sechs Tage über 40 Grad in einem Sommer lassen in Wien kaum jemanden kalt. "Ich hab’ durchgehend 34 Grad in der Wohnung, woran soll ich das noch merken", meint User Markus ironisch. "Bitte bleibt zu Hause und geht nicht in die Sonne, nur so könnt ihr euch schützen!", warnt User Arno H.
"Auf dem Feld zu arbeiten war wegen Hitze noch nie so schlimm wie heuer", erklärt ein hitzegeplagter User. "Die Trockenheit ist das größte Problem", schreibt Sabine auf Facebook. "Ohne Nass gibt’s bald nix mehr. Kein Gras, keine Bäume, keine Insekten, kein Vieh." User Othmar schreibt: "Die Klimawandelleugner werden auch noch bei 50 Grad sagen, es ist halt Sommer!"
Manche Poster sehen die Diskussion um den Klimawandel kritisch. "Endlich warm, nachdem man 10 Monate gefroren hat", meint User Chris. "Mit Warnen werden wir nicht weiter kommen. Nur Symptome bejammern ist zu wenig. Was hat er denn für Lösungen parat?", fragt sich Anna auf Facebook.
"Das einzige was fehlt ist der Niederschlag", erklärt ein User – und ist mit dieser Sorge nicht der Einzige. Eine so lange Dürrezeit ohne Regen in Wien kommt vielen nicht normal vor. "Das ist ohne Klimawandel gar nicht möglich, weil die globale Erwärmung unsere Strömungsmuster so verändert hat, dass der Regen einfach so lange ausbleiben kann", so Wadsak. Schlimm für die Landwirtschaft: Eine echte Abkühlung mit ausreichend Niederschlag ist in Wien derzeit weiterhin nicht in Sicht.