Am Dienstag, 3. Februar, beginnt in Oslo der siebenwöchige Prozess gegen Marius Borg Høiby (29), den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52). Während sich der 29-Jährige vor dem Amtsgericht verantworten muss, will seine Mutter untertauchen.
"Die Kronprinzessin hat für die nächsten Wochen eine private Reise geplant", offenbarte Mette-Marits Ehemann, Kronprinz Haakon (52), in der vergangenen Woche bei einem Pressetermin
Auch der norwegische Kronprinz selbst wird der Verhandlung fernbleiben. "Es wird natürlich schwer, ihm (Marius, Anm. d. Red.) keine Unterstützung geben zu können", sagte der Prinz. Mette-Marit und er werden den Prozess "über die Medien" verfolgen, so Haakon weiter.
Høiby muss sich laut der norwegischen Zeitung "Aftenposten" wegen 38 Straftaten, darunter Vergewaltigung, Misshandlung, Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Besitz und Weitergabe von Drogen, vor Gericht verantworten.
Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu 16 Jahren. Teile der Anschuldigungen hat der 29-Jährige bereits eingeräumt, darunter Drogenbesitz sowie Gewalttaten unter dem Einfluss von Alkohol und Kokain gegen eine Frau.
Marius Borg Høiby ist das älteste der drei Kinder von Mette-Marit und der Stiefsohn von Kronprinz Haakon. Er stammt aus einer früheren Beziehung der Kronprinzessin. Obwohl er formal zur Familie zählt, trägt er keinen Prinzentitel und ist kein offizielles Mitglied des Königshauses.
In jungen Jahren war er häufig an der Seite seiner Mutter und seines Stiefvaters zu sehen. Mit der Zeit wurden seine öffentlichen Auftritte mit der Königsfamilie jedoch seltener.
Im Jahr 2017 zog er in die USA, offenbar auch, um dem öffentlichen Druck zu entkommen. Dort versuchte er sich als DJ und Autor für Lifestyle Magazine, kehrte jedoch zwei Jahre später nach Norwegen zurück, ohne nachhaltigen beruflichen Erfolg.
Seine Drogenprobleme sind seit Längerem bekannt und wurden zuletzt auch in mehreren Büchern thematisiert, die in Norwegen vor dem Prozess für Aufsehen sorgten. In einem Werk mit dem Titel "Weiße Streifen, schwarze Schafe" wird behauptet, Høiby habe Kokain im Zentrum Oslos verkauft und Verbindungen zu kriminellen Netzwerken gehabt.