Neue Enthüllungen rund um Jeffrey Epstein (†66) setzen Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit weiter unter Druck. Ihr Name taucht in den nun veröffentlichten Akten gleich "mehrere Hundert Mal" auf, so die norwegische Zeitung "VG".
Die Unterlagen legen nahe, dass es über Jahre hinweg Kontakte gab. Der Sexualstraftäter stellte der Kronprinzessin unter anderem seine Villa in Florida zur Verfügung und soll ihr über sein Netzwerk medizinische Behandlungen in den USA ermöglicht haben.
Besonders brisant ist ein nun publik gewordener Chat aus dem Jahr 2013. Damals urlaubte die Kronprinzenfamilie, laut dem Bericht auf St. Barth in der Karibik. In dem Nachrichtenverlauf verabreden sich die 52-Jährige und Epstein für ein Treffen am Abend. Als Treffpunkt wird der Hafen vor einer alten Kirche genannt. In diesem Zusammenhang schreibt die Kronprinzessin wörtlich: "Ich laufe mit den Kindern."
Die Formulierung deutet darauf hin, dass sie sich nicht allein, sondern in Begleitung mehrerer Kinder befand. Auf Nachfrage von "VG" erklärten Mette-Marit und Kronprinz Haakon später jedoch, sie könnten sich "nicht daran erinnern, ob die Kinder dabei waren".
Ein direkter Beweis dafür, dass der Sexualstraftäter den royalen Nachwuchs tatsächlich traf, lässt sich aus den Chats nicht ableiten. Die Erinnerungslücke wirft dennoch Fragen auf.
Erinnerungsausfälle als Schutzstrategie sind aus dem Epstein-Umfeld bekannt. Auch Prinz Andrew griff 2019 in einem BBC-Interview darauf zurück, als er zu einem mutmaßlichen Treffen mit der Hauptklägerin gegen Epstein Virginia Giuffre befragt wurde. Damals sagte er: "Ich kann mich überhaupt nicht daran erinnern, diese Dame jemals getroffen zu haben, überhaupt nicht."