Bei Kronprinzessin Mette-Marit kommt es zu einem Skandal nach dem anderen. Während sie mit ihrem problematischen Sohn zu kämpfen hat, ist sie offenbar auch im Epstein-Skandal verwickelt.
In den am Freitag veröffentlichten Epstein-Akten taucht ihr Name laut der norwegischen Zeitung VG "mehrere Hundert Mal" auf. Zahlreiche E-Mails und Textnachrichten seien gefunden worden, die die Kronprinzessin mit Jeffrey Epstein in Verbindung bringen.
Für die 51-Jährige kommt die Enthüllung zu einem besonders schwierigen Zeitpunkt: In wenigen Tagen beginnt der Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby, gleichzeitig verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand aufgrund einer Lungenkrankheit.
Die Akten zeigen, dass Mette-Marit 2013 einige Tage in Epsteins Haus in Palm Beach verbrachte. Zu diesem Zeitpunkt war sie seit zwölf Jahren mit Kronprinz Haakon verheiratet. Der norwegische Hof bestätigte: "Sie hat sich dort mit einer Freundin vier Tage lang aufgehalten." Außerdem half Epstein ihr offenbar bei einem Zahnarzttermin in den USA.
Die Kommunikation zwischen Mette-Marit und Epstein begann laut dem Bericht schon Jahre zuvor. Im Dezember 2011 wünschte Epstein ihr fröhliche Weihnachten, worauf sie mit "Wie ist das Inselleben?" antwortete.
Es folgten Gespräche über Bücher, geplante Treffen in Paris und Oslo sowie weitere Nachrichten bis Juni 2014. Damals brach die Kronprinzessin den Kontakt ab. Der Hof erklärte, sie habe "das Gefühl gehabt, Epstein verspreche sich irgendetwas von dem Kontakt mit ihr".
In einem Interview mit VG äußerte sich Mette-Marit selbst zu den Enthüllungen und zeigte Reue: "Jeffrey Epstein ist selbst für seine Taten verantwortlich. Aber ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich seinen Hintergrund nicht besser überprüft hatte und nicht schnell genug gesehen habe, welch ein Mensch er ist. Ich entschuldige mich dafür aufrichtig. Es zeigt, dass ich ein schlechtes Urteilsvermögen hatte und ich bedauere sehr, überhaupt Kontakt mit ihm gehabt zu haben. Es ist einfach peinlich."