Erstmals als Zeuge genannt

Neue Epstein-Dokumente: Prinz Andrew im Fokus

Die Epstein-Akten bringen brisante Details ans Licht und nennen erstmals auch Andrew als möglichen Zeugen in dem weitreichenden Missbrauchskomplex.
Heute Entertainment
24.12.2025, 13:33
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Neue, nun veröffentlichte Gerichtsunterlagen im Missbrauchs- und Menschenhandelskomplex rund um Jeffrey Epstein (†66) sorgen für Aufsehen.

In den Akten wird erstmals auch die Adresse des Buckingham Palace genannt. Der Name von Andrew Mountbatten-Windsor (65), früherer Duke of York, taucht dabei als möglicher Zeuge auf.

In den umfangreichen "Epstein Files", die laut US-Justiz rund 300.000 Bilder und Dokumente umfassen, wird der Bruder von König Charles (77) als Person geführt, die möglicherweise Informationen über den verstorbenen US-Finanzier und verurteilten Sexualstraftäter gehabt haben könnte.

Weitere Fotos

In den Akten finden sich zudem Fotos, die Epstein unter anderem in Balmoral und als Gast von Prinz Andrew bei Ascot zeigen. Auf einem der Bilder hat sich der in Ungnade gefallene Royal über den Schoß von fünf Frauen gelegt.

Auch Sarah Ferguson, die frühere Ehefrau Andrews, erscheint auf Fotos mit Frauen, deren Gesichter geschwärzt sind. Sie bestreitet jedes Fehlverhalten.

Die Behörden betonen ausdrücklich, dass das bloße Erscheinen auf Bildern kein Hinweis auf strafbares Verhalten ist.

Vom US-Justizministerium veröffentlichte Akten im Fall Jeffrey Epstein zeigen Andrew Mountbatten-Windsor, früher Prinz Andrew, liegend auf den Schößen mehrerer Frauen, während Ghislaine Maxwell im Hintergrund steht; die Gesichter der Frauen sind unkenntlich gemacht.
APA-Images / Zuma / Department Of Justice

Andrew ist mit vollem Namen und Adresse angeführt: "Prince Andrew Albert Christian Edwards (sic), Duke of York, Buckingham Palace Road, London, SW1A 1AA".

Die US-Justiz veröffentlichte die lange erwarteten Unterlagen am Freitag, nur rund 90 Minuten vor Ablauf einer gesetzlichen Frist.

Darin findet sich auch der Hinweis, dass Andrew im Jahr 2017 im Rahmen eines Zivilverfahrens in Florida zwischen Epstein und dem Opferanwalt Brad Edwards als Zeuge in Betracht gezogen worden sein soll. Epstein wurde in diesem Verfahren beschuldigt, rund 40 Mädchen missbraucht und gehandelt zu haben.

Auch Trump und Clinton gelistet

Neben Andrew wurden auch weitere prominente Namen als mögliche Zeugen genannt, darunter der amtierende US-Präsident Donald Trump (79), Ex-US-Präsident Bill Clinton (79) sowie der Illusionist David Copperfield (96). Allein die Nennung als möglicher Zeuge in einem Zivilverfahren bedeutet laut Akten keinen Hinweis auf strafbares Verhalten.

Die Akten enthalten zudem Durchsuchungsbefehle und Materialien aus Razzien in Epsteins Anwesen, darunter sein Haus in Florida, sein Apartment in New York sowie seine Privatinsel Little Saint James in der Karibik.

Enthalten sind außerdem Vernehmungsnotizen, Finanz- und Bankunterlagen, Flug- und Reiselisten, interne Kommunikation des US-Justizministeriums sowie Dokumente zu Epsteins Tod im August 2019. Epstein nahm sich das Leben, während er in Untersuchungshaft auf einen Prozess wegen neuer Menschenhandelsvorwürfe wartete.

Ausweis-Kontrolle der anderen Art

Besonders schockierend sind stark geschwärzte Unterlagen, darunter eine Liste von 254 Masseusen, bei denen es sich laut Ermittlern um junge weibliche Opfer handeln soll. Polizeidokumente zeigen zudem, dass Epstein die Ausweise seiner Opfer überprüfte, um sicherzugehen, dass sie unter 18 Jahre alt waren.

Bodycam-Aufnahmen geben Einblicke in Epsteins Privatleben. An den Wänden seiner Anwesen hingen demnach Fotos von nahezu nackten Frauen. Ein von Ermittlern veröffentlichtes Bild zeigt Epstein neben Beinen, die laut Beschreibung zu einem Kind gehören könnten.

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